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Kommentar

Konkurrenz belebt das Geschäft

Hauke GerlofVon Hauke Gerlof Veröffentlicht:

Die Bilder von der wirtschaftlichen Lage der Ärzte könnten widersprüchlicher kaum sein. Da sind zum einen die Klagen vieler Ärzte über die zu knapp kalkulierte Honorierung der Leistungen in der GKV. Zum anderen gilt das Gesundheitswesen in der Krise weiterhin als Hort der Stabilität. Ins zweite Bild passt, dass die Zahl der Finanzdienstleister zunimmt, die sich auf den Kundenkreis der Ärzte spezialisieren.

Offensichtlich ist, dass es bei Ärzten eine zunehmende Dreiteilung des Marktes gibt. Da sind nach wie vor Ärzte, die gutes Geld verdienen, zum Beispiel weil sie Chancen des zweiten Gesundheitsmarktes nutzen oder durch Kooperationen die Kosten drücken. Dann gibt es die Ärzte, die gerade noch ganz gut über die Runden kommen, und im unteren Drittel ist ein nicht geringer Anteil von Niedergelassenen, deren Praxen längst rote Zahlen schreiben.

Der Beratungsbedarf gerade der Ärzte mit schlechter gehenden Praxen ist hoch. Insofern ist die Nachricht einer zunehmenden Konkurrenz bei Finanzdienstleistern für Ärzte eine gute Nachricht. Konkurrenz belebt das Geschäft. Wer es schafft, die Anbieter zu meiden, für die der Einstieg ins Arztgeschäft nur ein Marketing-Gag ist, der kann von den Angeboten nur profitieren.

Lesen Sie dazu auch: Versicherer will sich zum Berater für Ärzte entwickeln

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