Kommentar zu Gesundheits-Apps und Co.

Konkurrenz für Ärzte?

Von Hauke Gerlof Veröffentlicht: 22.04.2016, 07:38 Uhr

Wenn kluge Menschen derzeit über Industrie 4.0 oder Gesundheit 4.0 sprechen, dann macht derzeit ein englischer Begriff Karriere: disruption oder halbdeutsch disruptive Technik.

Gemeint ist damit eine "Innovation, die eine bestehende Technologie, Produkt oder Dienstleistung möglicherweise vollständig verdrängt", wie es bei Wikipedia heißt. Als Beispiel werden oft Schallplatten und CD angeführt, die immer häufiger durch Streaming-Dienste ersetzt werden.

Angesichts innovativer Apps für Ärzte und Patienten, angesichts neuer Möglichkeiten in der Fernbehandlung, aber auch angesichts der rasanten Fortschritte beim Einsatz künstlicher Intelligenz wie "Watson" in der medizinischen Therapie stellt sich mittlerweile auch die Frage, in welchem Ausmaß diese Innovationen auch ärztliche Dienstleistungen verdrängen könnten.

Die Antwort, aufs Ganze gesehen, fällt noch beruhigend aus: Die ärztliche Expertise ist auf absehbare Zeit nicht ersetzbar. Doch in einzelnen Bereichen können durchaus neue Geschäftsmodelle entstehen - für Ärzte oder auch in Konkurrenz zu ihnen.

Bedrohlich für niedergelassene Ärzte ist das nicht. Aber auch in Praxen lohnt es sich, die Augen offen zu halten, um neue Technik zu nutzen oder darauf zu reagieren.

Lesen Sie dazu auch: Gesundheits-Apps: Anbieter setzen stärker auf Seriosität

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