Kommentar zu Gesundheits-Apps und Co.

Konkurrenz für Ärzte?

Von Hauke GerlofHauke Gerlof Veröffentlicht:

Wenn kluge Menschen derzeit über Industrie 4.0 oder Gesundheit 4.0 sprechen, dann macht derzeit ein englischer Begriff Karriere: disruption oder halbdeutsch disruptive Technik.

Gemeint ist damit eine "Innovation, die eine bestehende Technologie, Produkt oder Dienstleistung möglicherweise vollständig verdrängt", wie es bei Wikipedia heißt. Als Beispiel werden oft Schallplatten und CD angeführt, die immer häufiger durch Streaming-Dienste ersetzt werden.

Angesichts innovativer Apps für Ärzte und Patienten, angesichts neuer Möglichkeiten in der Fernbehandlung, aber auch angesichts der rasanten Fortschritte beim Einsatz künstlicher Intelligenz wie "Watson" in der medizinischen Therapie stellt sich mittlerweile auch die Frage, in welchem Ausmaß diese Innovationen auch ärztliche Dienstleistungen verdrängen könnten.

Die Antwort, aufs Ganze gesehen, fällt noch beruhigend aus: Die ärztliche Expertise ist auf absehbare Zeit nicht ersetzbar. Doch in einzelnen Bereichen können durchaus neue Geschäftsmodelle entstehen - für Ärzte oder auch in Konkurrenz zu ihnen.

Bedrohlich für niedergelassene Ärzte ist das nicht. Aber auch in Praxen lohnt es sich, die Augen offen zu halten, um neue Technik zu nutzen oder darauf zu reagieren.

Lesen Sie dazu auch: Gesundheits-Apps: Anbieter setzen stärker auf Seriosität

Mehr zum Thema

Kommentar zum Gesundheitsdatennutzungsgesetz

Sekundärnutzung ein Gebot der Stunde!

Telemedizin

AOK Bayern reklamiert Wiederholungsrezept für sich

Das könnte Sie auch interessieren
Digitalisierung? „Muss für Ärzte einen Mehrwert bieten!“

© [M] Scherer: Tabea Marten | Spöhrer: privat

„EvidenzUpdate“-Podcast

Digitalisierung? „Muss für Ärzte einen Mehrwert bieten!“

Digitalisierung und Datenschutz pandemiekonform: SVR-Vorsitzender Professor Ferdinand Gerlach (li.) am 24. März in Berlin bei der Vorstellung des Ratsgutachtens und der Bundesdatenschutzbeauftragte Professor Ulrich Kelber (re.) einen Tag später bei der Vorlage seines Tätigkeitsberichts.

© [M] Gerlach: Wolfgang Kumm / dpa | Kelber: Bernd von Jutrczenka / dpa

„ÄrzteTag“-Podcast

„Wir verlangen Digitalisierung mit Gehirnschmalz!“ (Streitgespräch Teil 1)

Thorsten Kaatze, kaufmännischer Direktor am Uniklinikum Essen

© UK Essen

„ÄrzteTag“-Podcast

Ein „Kochrezept“ für die Digitalisierung einer Uniklinik

Kommentare

Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar verfassen zu können.
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Jetzt anmelden / registrieren »

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

» kostenlos und direkt in Ihr Postfach

Am Morgen: Ihr individueller Themenmix

Zum Feierabend: das tagesaktuelle Telegramm

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen
Die Coronakrise hat den Pflegekräften an der Charité zugesetzt. Um sie zu unterstützen, gehören inzwischen zehn Psychologen zum Team. Sorgen können dadurch unkompliziert in den Pausen angesprochen werden.

© Alexander Raths / stock.adobe.com

Supervision an der Kaffeetasse

Wie die Charité ihren COVID-Kräften Beistand leistet

Diagnose Krebs

© Marco2811 / stock.adobe.com

Regionale Prävalenz

So häufig kommt Krebs in den einzelnen Städten und Landkreisen vor