Direkt zum Inhaltsbereich

Krankenhäuser

Kostet Reform 2,2 Milliarden Euro mehr ?

Veröffentlicht:

KREMMEN. Die Krankenhausreform wird beitragsrelevant. Davon gehen Vertreter des Spitzenverbands der gesetzlichen Krankenversicherung aus.

Der stellvertretende Vorstandsvorsitzende des Verbands, Johann-Magnus von Stackelberg bezifferte am Dienstag im brandenburgischen Kremmen die erwarteten Mehrkosten der Krankenhausfinanzierung aus mehreren Gesetzesvorlagen der Regierung auf gut 2,2 Milliarden Euro insgesamt bis 2020.

Damit würden die jährlichen Ausgaben der gesetzlichen Krankenversicherung für den stationären Sektor die 70 Milliarden-Euro-Grenze reißen. 0,1 Beitragssatzpunkte entsprechen etwa 1,2 Milliarden Euro.

Große Posten sind dabei das Pflegestellenförderprogramm und die Hochschulambulanzen, für die die Krankenkassen ab 2018 jeweils mehr als eine halbe Milliarde Euro im Jahr zusätzlich ausgeben werden.

Vergleichsweise wenig Geld sollen die geplanten Qualitätszuschläge erfordern. Sie fließen mit lediglich 60 Millionen Euro in die Rechnung ein. Stackelberg forderte den Gesetzgeber auf, im Krankenhausreformgesetz sicherzustellen, dass Kassen nicht an den ebenfalls geplanten Qualitätsabschlägen verdienen.

In Kassenkreisen wird diskutiert, auf Abschläge zu verzichten. Dennoch werde es mit der Reform möglich, "mindere Qualität" auszuweisen, sagte von Stackelberg. Den Prozess, Qualität stärker in den Blick zu nehmen und vergütungsrelevant zu machen, bezeichnete von Stackelberg als mühsam. Es könne sechs Jahre dauern, bis die für die Reform nötigen Qualitätsanforderungen stehen. (af)

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema
Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Dr. med. Gerhard M. Sontheimer (ANregiomed, Region Ansbach) und Holger Baumann (Kliniken der Stadt Köln, v.l.) haben in der Praxis gute Erfahrungen mit Systempartnerschaften gemacht.

© Philips

Mehr Spielraum für moderne Prozesse in der Klinik

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Philips GmbH Market DACH, Hamburg
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Kürzer ist oft besser

Wann ein Antibiotikum früher abgesetzt werden kann

Wohlbefinden stärken

Wie sich psychische Erkrankungen im Praxisteam vorbeugen lassen

Virushepatitis im Urlaub

Hepatitis auf Reisen: Wie schützen und wen?

Lesetipps
Frau mit Restless-Legs-Syndrom liegt im Bett und wackelt mit den Beinen.

© Andrey Popov / stock.adobe.com

Achtung vor RLS-Mimics

Restless-Legs-Syndrom: Mit 5 Kriterien zur Diagnose

Einzelne Bilder von Lebensmitteln die reich an Histamin sind.

© PhotoSG / stock.adobe.com

Mythos mit Nebenwirkungen

Verdacht auf Histaminintoleranz: Wie Sie jetzt vorgehen