Software

Künstliche Intelligenz mit hohem Potenzial für Behinderte

Anwendungen auf Basis künstlicher Intelligenz können besonders Menschen mit Handicap helfen, so eine Umfrage.

Veröffentlicht: 17.10.2017, 16:30 Uhr

BERLIN. Für die gesellschaftliche Akzeptanz von künstlicher Intelligenz (KI), die auch in der Medizin immer wichtiger wird (wir berichteten), sind nach Einschätzung von Microsoft vor allem konkrete Anwendungsszenarien und transparente Ziele von Bedeutung.

Eine repräsentative Studie habe ergeben, dass nur gut ein Viertel der Menschen in Deutschland glauben, dass KI-Anwendungen sich positiv auf unsere Gesellschaft auswirken, teilte das Unternehmen mit. Dieses eher skeptische Bild ist allerdings nicht einheitlich: Denn 89 Prozent der Befragten glauben, dass KI einen maßgeblichen Beitrag für Menschen mit Behinderung beisteuern könnte.

"Das zeigt, wie wichtig es ist, künstliche Intelligenz nicht im stillen Kämmerlein zu entwickeln", sagte Microsoft-Managerin Astrid Aupperle. In Berlin diskutierte das Unternehmen vor Kurzem, wie die Technologien zum Beispiel Menschen mit Behinderungen die Teilhabe am gesellschaftlichen und beruflichen Leben erleichtern kann.

Von barrierefreier Technologie könnten weltweit mehr als eine Milliarde Menschen profitieren, sagte Thomas Langkabel von Microsoft Deutschland. Das Unternehmen wolle künftig bei der Entwicklung von Produktivitätswerkzeugen die Barrierefreiheit von Beginn an mit berücksichtigen.

Als Beispiel, wie künstliche Intelligenz etwa Blinden helfen kann, sich frei an öffentlichen Orten zu bewegen, verwies das Unternehmen auf die Anwendung "Seeing AI". Die App teilt dem Nutzer per Sprache mit, was konkret in der Umgebung zu sehen ist. Auch intelligente Lösungen wie die "Emma Watch" könne vielen Menschen große Erleichterung im Alltag eröffnen. Das Armband wurde von Microsoft-Entwicklerin Haiyan Zhang für die Grafik-Designerin Emma Lawton entwickelt, die an Parkinson erkrankt ist. Es steuert dem durch die Krankheit ausgelösten Zittern der Hand so entgegen, dass die Trägerin wieder mit einem Stift zeichnen kann. (dpa)

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