Die Meinung

Letzter Warnschuss der Politiker

Von Ilse SchlingensiepenIlse Schlingensiepen Veröffentlicht:

Kaum hat der Bundestag die Deckelung der Vermittlerprovisionen in der privaten Krankenversicherung beschlossen, sind einzelne Vertriebe schon mit Konzepten zur Umgehung der gesetzlichen Vorgaben unterwegs. Die geschäftstüchtigen Vermittler wollen die Versicherer davon überzeugen, ihnen auch künftig - wenn auch auf Umwegen - mehr als neun Monatsbeiträge zu bezahlen.

Zu fürchten ist, dass manche Unternehmen den Verlockungen nicht widerstehen werden. Zu groß ist der Wunsch, im harten Wettbewerb um Vollversicherte die Nase vorn zu haben, egal mit welchen Mitteln. Da ist leicht vergessen, dass gerade die Provisionsexzesse der PKV ein schlechtes Image beschert und den Gesetzgeber auf den Plan gerufen haben.

Mit einem solchen Kalkül werden sich die Versicherer ins eigene Fleisch schneiden und der gesamten Branche schaden. Denn die Politik wird sich nicht lange auf der Nase herum tanzen lassen. Und ihr stehen noch ganz andere Instrumente zur Verfügung, um der PKV das Leben schwer zu machen.

Die klugen und politisch denkenden Strategen in den PKVUnternehmen haben die Gefahr erkannt. In den nächsten Monaten wird sich zeigen, ob sie mit ihren Argumenten im Markt Gehör finden.

Mehr zum Thema

Gesundheitswirtschaftskongress

Gemischte Gefühle für die Bürgerversicherung

Drei komplexe Gesetze

Gröhe packte 2013 die Pflegereform an

Mehr Medizin am Bildschirm

Axa steigt in Markt für Online-Sprechstunden ein

Kommentare

Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar verfassen zu können.
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Jetzt anmelden / registrieren »

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

» kostenlos und direkt in Ihr Postfach

Am Morgen: Ihr individueller Themenmix

Zum Feierabend: das tagesaktuelle Telegramm

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen
„Die HzV ist der beste Rettungsschirm!“: Hausärzteverbandschef Ulrich Weigeldt.

© Marius Becker / dpa / picture alliance

42. Deutscher Hausärztetag

Weigeldt: „Bitte keine Änderung an Paragraf 73b!“

Auch wer bei der Arbeit zwangsläufig den ganzen Tag am Computer sitzt, braucht wohl nicht befürchten, dass dies Netzhautschäden hervorruft.

© LVDESIGN / stock.adobe.com

„Mythos Blaulicht“

Augenschäden durch Bildschirmarbeit ist mehr Mythos als Realität