Niedersachsen

Mehr Geld für Krankenhäuser

Der Landesbasisfallwert in Niedersachseen steigt um rund 100 Euro.

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HANNOVER. Niedersachsens Kliniken erhalten mehr Geld. Der Landesbasisfallwert steigt in diesem Jahr von bisher 3016 auf 3117,36 Euro.

Am 23. Dezember hat Niedersachsens Gesundheitsministerin Cornelia Rundt (SPD) das Verhandlungsergebnis von Kassen und Krankenhausgesellschaft genehmigt. Das bestätigte Rundts Sprecherin Heinke Traeger.

"Damit lässt sich gut wirtschaften", kommentierte Hanno Kummer, Sprecher des vdek-Landesverbandes Niedersachsen, den neuen Fallwert. Er verwies darauf, dass der Landesbasisfallwert (LBFW) seit 2005 um 13,95 Prozent erhöht habe.

"Maßgeblich für die Einnahmen der Krankenhaushäuser ist aber nicht nur der Preis, sondern auch die Leistungsmenge, so Kummer. "Daraus ergibt sich das Erlösvolumen."

Es sei seit 2005 um 37,69 Prozent auf zuletzt 5,2 Milliarden Euro gestiegen. "Dieser erhebliche Zuwachs für die Krankenhäuser übersteigt die Einnahmezuwächse der Krankenkassen, aus denen er finanziert wird, um ein Vielfaches", so Kummer.

Investitions-Stau auf eine Milliarde Euro beziffert

Den neuen Fallwert beurteilt der Direktor der Niedersächsischen Krankenhausgesellschaft, Helmut Fricke, anders: "Der Abschluss ist viel zu niedrig. Wir brauchen mindestens 100 Euro mehr."

Den Kliniken genügt der Zuwachs nicht, die steigenden Kosten für Mitarbeiter oder Energie zu stemmen, so Fricke. Das größte Problem sei, dass "Niedersachsen bei den Investitionen in Deutschland am Ende der Skala" stehe, so Fricke.

Er beziffert den Investitions-Stau auf rund eine Milliarde Euro, an Investitionen flössen jährlich nur 120 Millionen Euro.

Die Kassenseite argumentiert mit den vergleichsweise günstigen Rahmenbedingungen in Niedersachsen.

"Die allgemeinen Kosten im Land liegen 1,8 Prozent unter dem Bundesschnitt", sagt Kummer. "Aber der LBFW nur 1,4 Prozent." Kurz: Die Krankenhäuser sollen mehr aus dem Geld machen. (cben)

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