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Merck verspricht Wachstum

2018 rechnet Merck mit einem Umsatzrückgang. Doch schon 2019 soll sich das Blatt wieder wenden.

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DARMSTADT. Der Pharma- und Chemiekonzern Merck KGaA erwartet mittelfristig eine Phase deutlichen Wachstums. 2018 sei ein Jahr des Übergangs, heißt es, von 2019 bis 2022 sollen Umsatz und operativer Gewinn dann insbesondere in den Sparten Pharma und Life Science (Laborgeschäft) wieder kräftiger zulegen.

Für das dritte Konzernbein, die Sparte Performance Materials (Flüssigkristalle) wird erst wieder nach 2019 mit einer Rückkehr zu leichtem Erlöswachstum gerechnet. Das erklärte der Vorstandsvorsitzende des Traditionsunternehmens, Stefan Oschmann, bei einem Analystenmeeting am Mittwoch in Darmstadt.

Prägend für das Pharmageschäft werden mittelfristig Markterfolg und weitere Zulassungen der Hoffnungsträger Mavenclad® (Cladribin-Tabletten gegen MS) und Bavencio® (Avelumab, PD-L1-Antikörper zur Krebsimmuntherapie). Dieses Jahr werden beide Produkte zusammen erst rund 120 Millionen Euro erlösen, schätzt Oschmann. In vier Jahren (2022) lautet die Prognose auf einen gemeinsamen Umsatz in der Größenordnung um zwei Milliarden Euro.

Für Mavencald® ist der Zulassungsantrag in den USA noch anhängig. Auch für den Checkpointinhibitor Avelumab stehen wichtige Indikationserweiterungen auf dem Programm, etwa zur Behandlung fortgeschrittenen Nierenzellkarzinoms. Bereits zugelassen ist der Antikörper, den Merck in Allianz mit Pfizer entwickelt hat, gegen fortgeschrittenes Urothelkarzinom (in den USA) sowie metastasiertes Merkelzellkarzinom (in der EU). Insgesamt laufen der Präsentation Oschmanns zufolge acht Phase-III-Projekte mit Avelumab gegen verschiedene Tumoren.

Unter den noch jüngeren Pipelinekandidaten wird Evobrutinib hervorgehoben, derzeit in Phase II. Merck prüft den Brutontyrosinkinasehemmer gleich in mehreren Indikationen: schubförmige MS, rheumatoide Arthritis sowie Lupus erythematodes. (cw)

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