Vergütung im Praktischen Jahr

NRW will keine einheitliche Aufwandsentschädigung

Nordrhein-Westfalen sieht keinen Anlass, sich für bundesweit einheitliche Zahlungen an PJler einzusetzen. An den Unikliniken gibt es deutliche Unterschiede zwischen den Aufwandsentschädigungen.

Veröffentlicht:

Düsseldorf. Die nordrhein-westfälische Landesregierung hat kein Interesse, auf eine bundesweit einheitliche Aufwandsentschädigung für Ärztinnen und Ärzte im Praktischen Jahr (PJ) hinzuwirken. Das zeigt die Antwort von Landesgesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) auf eine kleine Anfrage der FDP-Abgeordneten Susanne Schneider und Angela Freimuth.

„Eine einheitliche Höhe hätte unter anderem die Folge, dass die regionalen Gegebenheiten, insbesondere hinsichtlich der Lebenshaltungskosten, keine Berücksichtigung finden könnten“, erläutert Laumann dort. Auch gebe es keine Informationen, dass die Höhe der Aufwandsentschädigung einen „mehr als nur geringfügigen Einfluss“ auf die Auswahl der PJ-Stellen habe.

Das PJ soll fairer und studierendenfreundlicher werden

Zudem hat die Entschädigung nach Einschätzung der Landesregierung keinen Einfluss auf die Zahl der Bewerbungen für einen Medizinstudienplatz. Einen gewissen Handlungsbedarf sieht sie aber. „Die Landesregierung ist bestrebt, im Rahmen ihrer rechtlichen Möglichkeiten das Praktische Jahr entsprechend dem Auftrag aus dem Koalitionsvertrag fairer und studierendenfreundlicher zu gestalten beziehungsweise darauf hinzuwirken.“ Im Koalitionsvertrag von CDU und Grünen aus dem Jahr 2022 steht nichts Genaues zu dem Thema, nur: „Wir setzen uns dafür ein, das Praktische Jahr fairer und studierendenfreundlicher zu gestalten.“

Die Höhe der Aufwandsentschädigungen wird nach Angaben Laumanns nicht regelhaft erhoben. Eine Abfrage unter den Universitätskliniken des Landes zeigt eine breite Spannweite bei den monatlichen Zahlungen – auf niedrigem Niveau. So erhalten PJler an der Uniklinik Aachen 160 Euro pro Monat plus 69 Euro Essensgeld. In Essen sind es 500 Euro plus 60 Euro. (iss)

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Approbation

Mehr als 1.200 Ärzte warten in Hessen auf Zulassung

Kommentare
* Hinweis zu unseren Content-Partnern
Dieser Content Hub enthält Informationen des Unternehmens über eigene Produkte und Leistungen. Die Inhalte werden verantwortlich von den Unternehmen eingestellt und geben deren Meinung über die Eigenschaften der erläuterten Produkte und Services wieder. Für den Inhalt übernehmen die jeweiligen Unternehmen die vollständige Verantwortung.
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen
Lesetipps
In New Orleans findet in diesem Jahr die Jahrestagung des American College of Cardiology (ACC) statt.

© aceshot/stock.adobe.com

New Orleans

Herzkongress ACC 2026: Das sind die wichtigen neuen Studien

Die Ärzte Zeitung ist jetzt auch auf Instagram aktiv.

© prima91 / stock.adobe.com

Social Media

Folgen Sie der Ärzte Zeitung auf Instagram