Wertpapierhandel

Online-Broker im Visier der EU-Kommission

Die EU-Kommission knüpft sich offensichtlich das Geschäftsmodell der Online-Broker vor. Besonders im Blick: die „Payment for Order Flow“ (PFOF) Praxis.

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Brüssel/Köln. Stehen Online-Broker bald vor dem Aus ihres Geschäftsmodells? Wie die Kölner Dependance der Strategie- und Marketingberatung Simon-Kucher & Partners mitteilt, plane die EU-Kommission offensichtlich, Online-Brokern die „Payment for Order Flow“ (PFOF) Praxis zu verbieten. Zusammen mit weiteren, ähnlich ausgerichteten Maßnahmen bedrohe dies das Geschäftsmodell zahlreicher Anbieter erheblich, heißt es.

In einem kürzlich veröffentlichten Entwurf zur Reform der Europäischen Finanzmarktverordnung (Mifir) würde die gängige Praxis der Online-Broker, an Dritte wie Handelsplätze oder Börsen Gebühren für die Weiterleitung von Kundenaufträgen zu erhalten, Geschichte. Das Ertragsmodell der europäischen Online-Broker-Platzhirsche sei damit in Gefahr.

Zwar mache die genannte Rückvergütung von Handelsplätzen in der Regel nur drei bis fünf Prozent der Gesamterträge der arrivierten Broker aus, jedoch belege der PFOF-Bann eine eindeutige Strategie des Gesetzgebers, „versteckten“ Vergütungen im Wertpapierhandel den Garaus zu machen.

Daher sei ein Verbot von Rückvergütungen von Produktemittenten (etwa für Zertifikate oder Hebelprodukte) nur der logische nächste Schritt, was dann schon insgesamt 15 bis 20 Prozent der Erträge renommierter Online-Broker vernichten würde. (maw)

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