Unternehmen

Orion rechnet mit Einbußen im Parkinsonmarkt

HELSINKI (cw). Nach zweistelligem Gewinnplus 2011 stellt sich Orion dieses Jahr auf stagnierenden Umsatz sowie Gewinnrückgang ein. Ursache dafür ist vor allem der im US-Markt demnächst einsetzende Generikawettbewerb für Orions Parkinsonmittel.

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Vergangenes Jahr konnte der finnische Arzneimittel- und Diagnostikahersteller den Umsatz um acht Prozent auf 918 Millionen Euro verbessern.

Im Heimatmarkt wurden mit 241 Millionen Euro fünf Prozent Zuwachs erzielt, im Ausland mit 677 Millionen Euro neun Prozent. Der Großteil der Einnahmen entfiel auf Arzneimittel (870 Millionen Euro, plus 8,0 Prozent). Mit Diagnostika wurden knapp 50 Millionen Euro erlöst.

Der Betriebsgewinn des börsennotierten Traditionsunternehmens nahm um elf Prozent auf 283 Millionen Euro zu, der Überschuss um 14 Prozent auf knapp 210 Millionen Euro.

Umsatzstärkste Produktgruppe waren die Entacapon-haltigen Mono- und Kombi-Präparate gegen Parkinson (Stalevo®/Comtess®/Comtan®). Damit wurden 267 Millionen Euro umgesetzt (plus 5,5 Prozent).

Ab April rechnet Orion jedoch mit generischem Wettbewerb in den USA. Bereits 2011 mussten die Finnen ihr Wirkstoffpatent vor Gericht gegen einen Angriff des Generikakonzerns Mylan verteidigen. Mit rund 60 Millionen Euro erwirtschaftet Orion knapp 23 Prozent seines Entacapon-Umsatzes im US-Markt.

2012 erwartet Orion einen ähnlich hohen Umsatz wie im Vorjahr. Der Betriebsgewinn werde das Niveau von 2010 erreichen, heißt es. Das wäre ein Rückgang um zehn Prozent.

Im deutschen Markt reüssierte Orion zuletzt mit der Einführung des Sedativums Dexmedetomidin (Dexdor®). Das Imidazolin-Derivat wurde vom GBA wegen wirtschaftlicher Geringfügigkeit von der frühen Nutzenbewertung freigestellt.

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