Gesundheitswirtschaft

Pflegereform sorgte auch in der PKV für Mehrarbeit

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KÖLN. Die Pflegereform hat Medicproof, dem medizinischen Dienst der PKV, vergangenes Jahr viel Arbeit beschert. Die Tochter des PKV-Verbands erhielt 189.093 Aufträge zur Begutachtung von Pflegebedürftigen (+5,1 Prozent). Wegen der Umstellung auf den neuen Pflegebedürftigkeitsbegriff zu Jahresbeginn kam es auf einen Schlag zu einer Flut neuer Anträge.

Die Folge waren längere Bearbeitungszeiten. Mit Ausnahme besonders dringlicher Fälle, welche die Gutachter innerhalb von 10,2 Arbeitstagen erledigt haben, betrug die Bearbeitungsdauer im Schnitt 16,2 Arbeitstage (Vorjahr: 8,6). Zum Jahresende, heißt es, hätten sich sowohl Auftragszahlen als auch die Bearbeitungszeiten wieder normalisiert.

Medicproof hat vergangenes Jahr 172 431 Pflegegutachten erstellt, nach 160 775 im Vorjahr. Bei 51 Prozent der Fälle handelte es sich um die erstmalige Feststellung der Pflegebedürftigkeit und die Einstufung in einen Pflegegrad. Ende 2017 waren 1082 Ärzte und Pflegekräfte als Gutachter für das Unternehmen tätig (Vorjahr: 1112).

Bei Bedarf suchen die Pflegefachkräfte und Ärzte die Pflegebedürftigen nicht nur in Deutschland auf. 2017 waren sie in 21 Ländern im Einsatz. (iss)

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