Leitartikel

Praxisnachfolge in der Generation Y

Eine 80-Stunden-Woche und finanzielles Risiko? Darauf haben Nachwuchsärzte keine Lust. Trotzdem kann es Praxisinhabern - auch auf dem Land - gelingen, einen Nachfolger zu finden. Sie müssen aber ein komplett neues Denkmuster ansetzen.

Von Rebekka HöhlRebekka Höhl Veröffentlicht:
Praxisabgabe: Neue Denkmuster sind gefragt.

Praxisabgabe: Neue Denkmuster sind gefragt.

© dpa

Die Generation Y setzt den Praxisinhabern ordentlich zu - nicht etwa als Patienten, sondern als potenzielle Nachfolger. Denn die nach 1980 geborenen Nachwuchsärzte haben keine Lust mehr auf eine 80-Stunden-Woche, die ihnen jegliches Familien- und Privatleben verhagelt.

Sie fordern von ihrem Job eine gute Work-Life-Balance - ein Konzept, das sich mit vielen Einzelpraxen, so wie sie derzeit aufgestellt sind, aber nicht vereinbaren lässt.

Und dann gibt es da noch ein Problem: Mit der Generation Y verstärkt sich auch die Feminisierung der Medizin. Bereits 2009 vermeldete der Deutsche Ärztinnenbund, dass sechs von zehn Erstsemestern in der Medizin weiblich sind, bereits damals waren zudem 60 Prozent der Berufseinsteiger Ärztinnen ...

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