Kommentar zur Dialyse

Raus mit den Zahlen!

Von Johanna Dielmann-von Berg Veröffentlicht:

Die Dialysesachkostenpauschale soll sinken. Seit Monaten gehen Verbände und Patienten auf die Barrikaden. Sie fürchten, dass sich die Behandlung verschlechtert. Stein des Anstoßes sind Daten des Statistischen Bundesamtes, auf denen der Beschluss basiert.

So sollen Nephrologen, die Dialysen erbringen, je nach Praxisgröße Überschüsse zwischen 221.000 und 576.000 Euro erzielen. Unrealistisch hoch, sagen die Verbände.

"Ökonomisch plausibel", sagt das Bundesgesundheitsministerium. Die Daten des Bundesamtes seien mit Abrechnungsdaten der KBV kombiniert worden, um die Standardabweichung zu schmälern.

Dem letzten Bericht des ZI-Praxis-Panels zufolge haben Inhaber nephrologischer Praxen 2008 mittlere Umsätze von 930.000 Euro erzielt. Dem standen Aufwendungen von 666.000 Euro gegenüber. Bleibt ein Überschuss von 264.000 Euro.

Jedoch liegen dem nur wenige Praxen zugrunde - im kleinen zweistelligen Bereich - und die Größe variiert sehr. Unklar ist auch, welche Praxen Dialyse anbieten. Forderungen nach mehr Transparenz sind also angebracht.

Durchblick im Datendschungel könnten die Verbände schaffen, haben sie doch über ihre Mitglieder eigentlich den besten Zugang für eine breite Erhebung. Bisher ziehen sie sich aber aufs Jammern zurück. Das dürfte langfristig keinen Erfolg bringen: Irgendwann müssen die Daten auf den Tisch!

Lesen Sie dazu auch: Dialyse im Parlament: Streit um Versorgungsdaten

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