„ÄrzteTag“-Podcast

Wie rechnen Sie bei Hepatitis-Risikopatienten den HBV- und den HCV-Test ab, Dr. Khaykin?

Screening einmal im Leben oder regelmäßige Testung? Im „ÄrzteTag“-Podcast erläutert Pavel Khaykin, niedergelassener Internist in Frankfurt, wie er in seiner Praxis Risikopatienten mit Hepatitis B und C betreut.

Hauke GerlofVon Hauke Gerlof Veröffentlicht:

An dieser Stelle finden Sie Inhalte aus Podigee Um mit Inhalten aus Podigee und anderen sozialen Netzwerken zu interagieren oder diese darzustellen, brauchen wir Ihre Zustimmung. Ich bin damit einverstanden, dass mir Inhalte aus Sozialen Netzwerken und von anderen Anbietern angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittanbieter übermittelt werden. Dazu ist ggf. die Speicherung von Cookies auf Ihrem Gerät notwendig. Weitere Information dazu finden Sie hier.

In der hausärztlich-internistischen Gemeinschaftspraxis von Pavel Khaykin sind Hepatitis B und Hepatitis C täglich ein Thema, anders als in anderen hausärztlichen Praxen. Der Infektiologe arbeitet im Frankfurter Bahnhofsviertel, wo die Hepatitis-Inzidenzen um ein vielfaches höher liegen als in anderen Regionen in Deutschland. Gerade bei intravenös Drogen-Konsumierenden gebe es Antikörper-Prävalenzen von rund 80 Prozent. In Deutschland liegt die Inzidenz bei unter einem Prozent.

Im Podcast erläutert Khaykin, an welchen Initiativen zum Welt-Hepatitis-Tag am 28. Juli sich die Praxis beteiligt. Und er diskutiert, inwieweit die Ziele der Weltgesundheitsorganisation (WHO), Hepatitis B und C bis 2030 weit zurückzudrängen, in Deutschland noch erreichbar sind beziehungsweise an welchen Stellen noch die größten Versorgungslücken bestehen.

Lesen sie auch

Er hebt hervor, dass die Praxis im Brennpunkt von den Hygienemaßnahmen her alle Patientinnen und Patienten gleich behandelt, damit es nicht zu einem Gefühl der Stigmatisierung kommt.

Thema des Gespräches sind sowohl die Diagnostik als auch die Therapie, die in der Praxis Khaykins geübt werden. Der Internist unterscheidet dabei auf der einen Seite zwischen dem Hepatitis-Screening einmal im Leben, das jedem Krankenversicherten ab 35 zusteht (GOP 01734, als Zuschlag zum Check-up 35), und diskutiert den Sinn dieser Maßnahme auch bei sehr geringer Vortestwahrscheinlichkeit.

Auf der anderen Seite praktiziert der Infektiologe in der Praxis die bei Risikopatienten viel häufiger nötigen Testung auf Hepatitis B und C. Dabei beschreibt Khaykin, wie er so weit wie möglich mit Ausnahmekennnummern arbeitet, damit die Laborkosten nicht gar zu sehr in die Höhe schießen. Er erläutert, warum ein Wirtschaftlichkeitsbonus für seine Praxis dennoch unerreichbar bleibt – aber auch, warum das gar nicht so schlimm ist.

Khaykin gibt auch Hinweise für eine Therapie bei Patienten mit Hepatitis B und C – und er beschreibt, wie die Compliance auch bei Risikopatienten aus dem Drogenmilieu erreicht werden kann und welche Wirkung die kontrollierte Abgabe von Drogen und Spritzbesteck, wie sie in Frankfurt praktiziert wird, am Ende haben kann. (Dauer: 22:22 Minuten)

Lesen sie auch
Mehr zum Thema

„ÄrzteTag“-Podcast

Wie ticken Menschen mit Autismus, Professorin Freitag?

Das könnte Sie auch interessieren
DMykG 2025: So dringt Bifonazol effektiv in die Nagelplatte ein

© Matt LaVigne | iStock

Neue in-vitro-Daten

DMykG 2025: So dringt Bifonazol effektiv in die Nagelplatte ein

Anzeige | Bayer Vital GmbH
Bifonazol: Antimykotikum mit antientzündlicher Wirkung

© Irina Esau | Getty Images/iStockphoto

Fokus: Integrität der Haut

Bifonazol: Antimykotikum mit antientzündlicher Wirkung

Anzeige | Bayer Vital GmbH
Die Bedeutung von Bifonazol in der Therapie der Tinea capitis

© Prof. Dr. med. Hans-Jürgen Tietz

Pilzinfektion Kopfhaut

Die Bedeutung von Bifonazol in der Therapie der Tinea capitis

Anzeige | Bayer Vital GmbH
Für Menschen ab 60 Jahren sind die Impfungen gegen Influenza, Corona, Pneumokokken und Herpes zoster (beide nicht im Bild) Standard-Impfungen. Für Menschen ab 75 Jahren kommt die RSV-Impfung hinzu.

© angellodeco / stock.adobe.com

Respiratorisches Synzytial Virus

STIKO: Alle Menschen ab 75 gegen RSV impfen!

Blickdiagnose: klinisches Bild mit typischen Effloreszenzen bei Herpes zoster.

© Mumemories / Getty Images / iStock

Zoster-Impfung

Schutz vor Herpes zoster und Rezidiven

Kommentare
* Hinweis zu unseren Content-Partnern
Dieser Content Hub enthält Informationen des Unternehmens über eigene Produkte und Leistungen. Die Inhalte werden verantwortlich von den Unternehmen eingestellt und geben deren Meinung über die Eigenschaften der erläuterten Produkte und Services wieder. Für den Inhalt übernehmen die jeweiligen Unternehmen die vollständige Verantwortung.
Sonderberichte zum Thema
Abb. 1: Potenzielle Schäden durch eine Influenza-Infektion an verschiedenen Organsystemen

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [3, 17–19]

Impfen und Herzgesundheit

Mehr als nur Grippeschutz: Warum die Influenza-Impfung bei Menschen mit kardiovaskulären Erkrankungen so wichtig ist

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Sanofi-Aventis Deutschland GmbH, Frankfurt a. M.
Zielgerichtete Interleukin-23p19-Inhibition

© Oleh / stock.adobe.com

Chronisch-entzündliche Darmerkrankungen

Zielgerichtete Interleukin-23p19-Inhibition

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Lilly Deutschland GmbH, Bad Homburg v.d.H.
Abb. 2: ADA und nAb unter AVT05 und Referenz-Golimumab bis Woche 16

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [3]

Colitis ulcerosa

Das erste Golimumab-Biosimilar erweitert die Therapieoption bei entzündlichen Erkrankungen

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Advanz Pharma GmbH, München
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Frauenärztin und Aufklärerin auf Instagram

Dr. Annika Schauer: Gynfluencerin und Wies’n-Kellnerin

Lesetipps
Eine ältere Frau bekommt eine Impfung in den rechten Oberarm.

© David Pereiras / Stock.adobe.com

RCTs und Real-World-Evidenz

Wie gut die RSV-Impfung bei Erwachsenen wirkt – und ankommt