Regierung: Stopp der eGK steht nicht zur Debatte

DÜSSELDORF (gvg). Die Bundesregierung wird den Aufbau einer Telematikinfrastruktur für das Gesundheitswesen fortsetzen. Das zeigt die erste Stellungnahme des Bundesgesundheitsministeriums (BMG) zur elektronischen Gesundheitskarte (eGK).

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Bei der Medica betonte der für Telematik zuständige Spitzenbeamte im BMG, Norbert Paland, dass an dem laufenden Basisrollout und am Ziel einer nationalen Telematikinfrastruktur festgehalten werde, weil die Technik hierfür ausgereift sei. Auch die Tests für weitergehende Anwendungen der eGK sollen fortgesetzt werden: "Wir beginnen derzeit mit dem 100 000er-Test in Essen", sagte Dr. Bernd Zimmer, Vizepräsident der Ärztekammer Nordrhein.

Mit Zukunft: Die elektronische Gesundheitskarte erhält aus dem Ministerium Unterstützung.

Mit Zukunft: Die elektronische Gesundheitskarte erhält aus dem Ministerium Unterstützung.

© Foto: sbra

Begleitet wurden die Äußerungen von Protesten eGK-kritischer Ärzte. Auch Paland war allerdings durchaus kritisch, vor allem in Sachen E-Rezept: "Die bisherigen Ergebnisse sind bei Weitem nicht befriedigend." Er plädierte dafür, die technische Komplexität zu reduzieren, um die Akzeptanz zu erhöhen. "Wir brauchen grundlegende Veränderungen in der Architektur." Auch wenn er nicht konkret wurde, so ist das doch die bisher deutlichste Distanzierung vom elektronischen Rezept aus den Reihen der Bundesregierung.

Eine weitere Forderung zum Auftakt der Medica betraf die Organisationsstruktur der gematik. Die Beteiligten am Basisrollout Nordrhein werden dem BMG ein Papier zukommen lassen, in dem für eine Straffung plädiert wird. "Derzeit sind ständige Konflikte programmiert", sagte der Vorsitzende der Bund-Länderarbeitsgruppe Telematik, Matthias Redders.

Lesen Sie dazu auch den Kommentar: eGK: Chance für Neuausrichtung

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