Know-how

Rheinland-Pfalz baut Healthcare in Dubai

Das Wirtschaftsministerium in Rheinland-Pfalz sieht für innovative Gesundheitsunternehmen im Land gute Exportchancen - und zeigt ein Beispiel: Dubai.

Von Matthias WallenfelsMatthias Wallenfels Veröffentlicht:

MAINZ/DUBAI. Premiere in Dubai: Mit rheinland-pfälzischer Hilfe und in Kooperation mit den Gesundheitsbehörden des Emirates ist das erste Schlaganfallzentrum in den Vereinigten Arabischen Emiraten entstanden, wie das rheinland-pfälzische Wirtschaftsministerium informiert.

Nach dem Aufbau des Zentrums stünden nun die Zertifizierung der Schlaganfalleinheit und die Gründung einer arabischen Schlaganfallgesellschaft an - ebenfalls mit Unterstützung aus Rheinland-Pfalz.

Für das Wirtschaftsministerium steht das Projekt stellvertretend für die angestrebte Internationalisierungsstrategie des Landes im Healthcare-Sektor.

Profitieren sollen davon vor allem Unternehmen aus dem Bereich der Gesundheitswirtschaft, die ihren Sitz in Rheinland-Pfalz haben. Für diese Firmen ergäben sich im Zuge der Internationalisierung verstärkte Exportmöglichkeiten - für anspruchsvolle Produkte wie auch Know-how.

Wie die Internationalisierungsoffensive auf Unternehmensseite konkret ansetzen und aussehen sollte, erläutert Wirtschaftsministerin Eveline Lemke (Grüne) auf Nachfrage der "Ärzte Zeitung".

Großer Bedarf

Demnach kommen Unternehmen und Institutionen der Gesundheitswirtschaft, die eine Leitfunktion hinsichtlich der Innovationen einnehmen wollen, nicht an einer Internationalisierung der Strategien und Aktivitäten vorbei, wie die Ministerin vorausschickt.

Exporterfolge der Gesundheitswirtschaft hängen laut Lemke maßgeblich von der Organisation von Systemlösungen entlang der gesamten Wertschöpfungskette ab, da insbesondere in den bevölkerungsreichen Schwellenländern eine durchgängig organisierte Wertschöpfungskette nicht vorausgesetzt werden kann.

Es bestehe somit in besonderem Maße Bedarf, Systemlösungen über die gesamte Wertschöpfungskette zu organisieren und gemeinsam mit lokalen Partnern zu implementieren.

Konkret soll die internationale Zusammenarbeit, wie das Beispiel Dubai zeigt, über das Vehikel Diabetes-Cluster Rheinland-Pfalz vonstatten gehen.

Zu diesem gehören laut Ministerium Unternehmen wie Boehringer Ingelheim, Novo Nordisk, Lohmann&Rauscher und Schott, aber auch das interdisziplinäre Fuß- und Diabeteszentrum des Uniklinikums Mainz sowie weitere Forschungsinstitute.

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