Bilanz

Rhön rechnet mit stark steigenden Kosten

Die Rhön Klinikum AG prognostiziert einen zweistelligem Einbruch des Betriebsgewinns.

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Bad Neustadt. Der private Klinikbetreiber Rhön hat nach vorläufigen Zahlen im Geschäftsjahr 2019 rund 1,3 Milliarden Euro eingenommen und damit knapp sechs Prozent mehr umgesetzt. Anlaufkosten am neuen Klinik-Campus Bad Neustadt sowie ein anfänglicher Fallzahlenrückgang nach dem Umzug in die neuen Häuser hätten das Betriebsergebnis „spürbar belastet“.

Über das Gesamtjahr nahm die Anzahl der an den fünf Rhön-Klinikstandorten (Bad Neustadt, Gießen, Marburg, Bad Berka und Frankfurt/Oder) behandelten Patienten um 1,2 Prozent auf rund 861.000 zu.

Gewinn auf Vorjahresniveau

Der Gewinn vor Zinsen Steuern und Abschreibungen (EBITDA) blieb mit 125,3 Millionen Euro auf Vorjahresniveau. Zusätzlich beeinflusst wurde das operative Ergebnis den Angaben zufolge durch „ein wettbewerbsintensives Umfeld und schwierige Bedingungen bei der Gewinnung von Fachkräften“. Der Konzernüberschuss ging aufgrund höherer Abschreibungen und Finanzierungskosten erwartungsgemäß zurück – um 13 Prozent auf 44,5 Millionen Euro.

Dieses Jahr werde die Ertragslage von Anlaufkosten für das Telemed-Joint-Venture Medgate Deutschland sowie Kosten infolge gesetzlicher Anforderungen – Pflegepersonaluntergrenzen, Mindestmengen – belastet. Der Umsatz werde 2020 voraussichtlich auf 1,4 Milliarden Euro steigen, was unter anderem mit der Erwartung auf steigende Fallschwere und rund vier Prozent höheren DRG-Erlösen begründet wird.

Operativ prognostiziert Rhön jedoch einen kräftigen Rückgang: Das EBITDA werde mit 72,5 bis 82,5 Millionen Euro deutlich niedriger ausfallen, wobei man allerdings zuversichtlich sei, eher am oberen Ende der Guidance herauszukommen, wie eine Unternehmenssprecherin auf Nachfrage erklärte. Das testierte Zahlenwerk wird am 24. März bekannt geben. (cw)

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