Sandoz International investiert 35 Millionen Euro in neue Zentrale

HOLZKIRCHEN (sto). Das weltweit zweitgrößte Generikaunternehmen, die Sandoz International GmbH, die vor drei Jahren durch den Zusammenschluss von Hexal und Sandoz entstanden ist, hat in der oberbayerischen Gemeinde Holzkirchen südlich von München neue Gebäude ihrer internationalen Firmenzentrale offiziell in Betrieb genommen.

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Die Entscheidung des weltweit tätigen Pharmaunternehmens mit mehr als 23 000 Mitarbeitern in 130 Ländern für den Standort Holzkirchen sei ein "starkes Signal und Beweis echten Vertrauens in die Innovations- und Wettbewerbsfähigkeit des Wirtschaftsstandorts Bayern", sagte Ministerpräsident Günther Beckstein (CSU) bei der Einweihung des mehrteiligen Verwaltungskomplexes mit etwa 500 neuen Büroarbeitsplätzen.

Arzneimittelhersteller fertigt auch in Deutschland.

Die seit 1988 in Holzkirchen ansässige Hexal AG war im Februar 2005 an den Schweizer Pharmakonzern Novartis verkauft und in dessen Generika-Sparte Sandoz integriert worden. Im Zuge dieses Zusammenschlusses wurde im gleichen Jahr die internationale Firmenzentrale von Sandoz von Wien nach Holzkirchen verlagert.

In der Zentrale in Holzkirchen arbeiten inzwischen 1300 Mitarbeiter aus 37 Nationen, berichtete Sandoz-Vorstandsvorsitzender Dr. Andreas Rummelt. Insgesamt beschäftigt Sandoz International mehr als 4 300 Mitarbeiter an neun Standorten in Deutschland, davon vier in den neuen Bundesländern. Seit diesem Jahr sei Hexal das größte Arzneimittelunternehmen in Deutschland, erklärte Rummelt.

Die Entscheidung für den Neubau, für den das Unternehmen 35 Millionen Euro investiert hat, sei ein "klares Bekenntnis zum Standort Deutschland, auf den wir auch in Zukunft setzen wollen, solange es wirtschaftlich möglich ist", erklärte Rummelt mit Blick auf einige gesundheitspolitische Entscheidungen der jüngsten Zeit, "die uns Sorgen bereiten".

Unter dem Dach von Sandoz International sollen Hexal und Sandoz in Deutschland und einigen weiteren Ländern auch weiterhin als eigenständige Marken bestehen bleiben, teilte der Unternehmenschef mit. Sandoz sei eines der wenigen Pharmaunternehmen, die ihre Arzneimittel in Deutschland nicht nur vermarkten, sondern auch entwickeln und herstellen, betonte Rummelt.

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