Kommentar zur Zi-Studie

Starke Argumente

Hauke GerlofVon Hauke Gerlof Veröffentlicht:

Vor Honorarverhandlungen ist es durchaus üblich, dass die Verhandlungspartner zunächst Pflöcke einschlagen, die sie mit guten Argumenten unterfüttern. Starke Argumente für die Position der Kassenärzte hat jetzt das Zentralinstitut der KBV in einer Analyse zusammengefasst.

Dass die Rechengröße des kalkulatorischen Oberarztgehalts nach fünf Jahren wieder angepasst werden muss, weil die Referenzgehälter längst deutlich gestiegen sind, sollte sich eigentlich von selbst verstehen.

Denn wer die Niederlassung attraktiv machen will - und das wollen die Krankenkassen erklärtermaßen - der muss bereit sein, Honorare zu zahlen, die ein Einkommen mindestens in vergleichbarer Höhe wie das von Oberärzten ermöglichen.

Und dass dieses Einkommen nicht zu sehr überproportional aus der Behandlung von Privatpatienten erzielt werden darf, sollte auch selbstverständlich sein.

Alles andere würde das Wartezeiten-Problem noch verschärfen - egal wie sehr die Kassen die Moralkeule schwingen.

Doch eines sollte den Vertragsärzten klar sein. Wenn sie in den Verhandlungen mit den Krankenkassen, die Privateinnahmen als Ausgleich zu niedriger Kassenhonorare ins Feld führen, dann sollten die Erwartungen an eine neue GOÄ nicht zu hoch geschraubt werden.

Lesen Sie dazu auch: Zi-Analyse: Privatpatienten sichern Arzteinkommen

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Refinanzierung Digitalisierung

Monatliche Ti-Pauschale steigt um 2,8 Prozent

Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Mehr als ein oberflächlicher Eingriff: Die Krankenhausreform verändert auch an der Schnittstelle ambulant-stationär eine ganze Menge.

© Tobilander / stock.adobe.com

Folgen der Krankenhausreform für niedergelassene Ärztinnen und Ärzte

Die Klinikreform bringt Bewegung an der Schnittstelle zwischen Praxen und Krankenhäusern

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: der Deutschen Apotheker- und Ärztbank (apoBank)
Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Symposiums v.l.n.r.: Professor Karl Broich (BfArM), Dr. Jürgen Malzahn (AOK-Bundesverband), Dr. Christine Mundlos (ACHSE e.V.), Hauke Gerlof (Ärzte Zeitung), Dr. Johanna Callhoff (DRFZ), Professor Christoph Schöbel (Ruhrlandklinik, Universitätsmedizin Essen), Privatdozent Dr. Christoph Kowalski (Deutsche Krebsgesellschaft), Dr. Peter Kaskel (Idorsia)

© Thomas Kierok

ICD-11: Die Zeit ist reif für die Implementierung

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Idorsia Pharmaceuticals Germany GmbH, München
Abb. 1: Bei erfolgreich therapierter Sialorrhö ist Teilhabe wieder leichter möglich

© Olesia Bilkei / stock.adobe.com [Symbolbild]

Glycopyrroniumbromid bei schwerer Sialorrhö

Wirtschaftliche Verordnung durch bundesweite Praxisbesonderheit

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Proveca GmbH, Düsseldorf
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

KV Thüringen

Akutpraxis in Gera: Praxismodell gegen den Ärztemangel

Systematisches Review

Kortikosteroide bei schwerer Pneumonie wahrscheinlich nützlich

Lesetipps
Nie wieder spritzen? Small Molecules wie Orforglipron (C48H48F2N10O5) haben viele Vorteile gegenüber herkömmlichen Inkretinmimetika, etwa orale Einnahme, leichtere Lagerung und niedrigere Kosten.

© Kassandra / stock.adobe.com

Innovative Diabetestherapie

Nicht-peptidische GLP-1-Rezeptoragonisten am Start

Eine Frau fässt sich mit den Händen an die Brust

© Art_Photo / stock.adobe.com

Unterschiede der Geschlechter

Herzinfarkte und Ischämie bei Frauen: Was ist wirklich anders?