Direkt zum Inhaltsbereich

Konnektor

Telekom bereitet sich auf Marktstart vor

Vor einer Woche hat der Konnektor von T-Systems die Zulassung der gematik erhalten. Den Vertrieb will das Unternehmen selbst übernehmen, aber auch Partner ins Boot nehmen.

Veröffentlicht:

BERLIN. Seit einer Woche sind zwei Konnektoren für die Telematikinfrastruktur zugelassen. Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) hofft nun, dass durch den Wettbewerb auch die Preise in Bewegung kommen und die Ärzte ohne Zuzahlung ihre Praxen an die Telematikinfrastruktur anschließen können. Dies sei, so KBV-Vorstand Dr. Thomas Kriedel, auch von den beiden großen Konnektor-Herstellern zugesagt worden.

Die KBV erwartet, dass der zweite Konnektor – von der T-Systems International GmbH – im August am Markt verfügbar sein werde. Auf Anfrage heißt es bei T-Systems, dass das Unternehmen sich "auf den Marktstart vorbereitet". Geplant sei, von zwei Seiten zu verkaufen, im Direktvertrieb und über Partner bei den Primärsystemanbietern, unter anderem medatixx, die Pharmatechnik GmbH & Co.KG. Solutio GmbH und DENS GmbH.

Anders als von der KBV postuliert, liegt T-Systems mit den Preisen für den eigenen Konnektor mit allen dazugehörigen Komponenten (Kartenleser, Praxiskarte SMC-B, Starterpauschale) bisher jedenfalls leicht oberhalb der Förderbeträge, die von den Krankenkassen erstattet werden: zurzeit 3054 Euro. Das "Medical-Access-Port-Bundle" soll nach Angaben auf der Website dagegen 3207,20 Euro kosten. Bei medatixx dagegen wird das TI-Bundle mit einem Preis von 3053,54 Euro angegeben – fast exakt auf gleicher Höhe wie das CGM-Paket Telematikinfrastruktur (3052,35 Euro).

Für Konnektorwartung und VPN-Zugangsdienst sowie für Software-Updates in der Praxis-EDV liegen die Anbieter noch dichter beieinander: CGM nimmt hier derzeit 82,67 Euro im Monat, T-Systems liegt exakt auf derselben Höhe und medatixx bei 82,11 Euro, alle inklusive Mehrwertsteuer. Die Förderpauschale für den Betrieb stimmt mit den Preisen von CGM und T-Systems überein. Die für den Zugang zur TI ebenfalls erforderliche Praxiskarte SMC-B von T-Systems ist bislang von der KBV noch nicht zugelassen, die Zulassung der gematik liegt bereits vor.

Da einige Anbieter laut KBV-Vorstand Kriedel Preise für den Anschluss an die TI nehmen, die oberhalb der Förderpauschalen liegen, kündigte er einen Brief an den Anbieterverband bvitg an. Dieser soll auf die Unternehmen einwirken, um einen Einstieg in die TI ohne Zuzahlung zu ermöglichen.

"Die Industrie müsste mit diesen Preisen hinkommen", so Kriedel. Ärzte sollten sich bei Bestellung zusichern lassen, dass sie keine Zuzahlung leisten müssen. (ger)

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Informationskampagne

Wartezimmerplakate bieten Rheuma-Wissen to go

Das könnte Sie auch interessieren
Der Gesundheitsdialog

© Janssen-Cilag GmbH

J&J Open House

Der Gesundheitsdialog

Kooperation | In Kooperation mit: Johnson & Johnson Innovative Medicine (Janssen-Cilag GmbH)
Impulse für den medizinischen Fortschritt: Welches Mindset braucht Deutschland?

© Springer Medizin

Johnson & Johnson Open House-Veranstaltung am 26. Juni 2025 beim Hauptstadtkongress

Impulse für den medizinischen Fortschritt: Welches Mindset braucht Deutschland?

Kooperation | In Kooperation mit: Johnson & Johnson Innovative Medicine (Janssen-Cilag GmbH)
J&J Open House beim Hauptstadtkongress

© [M] Springer Medizin Verlag

Video zur Veranstaltung

J&J Open House beim Hauptstadtkongress

Kooperation | In Kooperation mit: Johnson & Johnson Innovative Medicine (Janssen-Cilag GmbH)
Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Mehr als ein oberflächlicher Eingriff: Die Krankenhausreform verändert auch an der Schnittstelle ambulant-stationär eine ganze Menge.

© Tobilander / stock.adobe.com

Folgen der Krankenhausreform für niedergelassene Ärztinnen und Ärzte

Die Klinikreform bringt Bewegung an der Schnittstelle zwischen Praxen und Krankenhäusern

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: der Deutschen Apotheker- und Ärztbank (apoBank)
Leitliniengerechte Therapie mit DiGA

© Paolese / stock.adobe.com (Model mit Symbolcharakter)

Neuer Therapieansatz bei erektiler Dysfunktion

Leitliniengerechte Therapie mit DiGA

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Kranus Health GmbH, München
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Hautkrebs

Wie sich das Bräunen im Solarium auf das Melanom-Risiko auswirkt

Lesetipps
Grafik eines übergewichtigen Menschen und einem EKG

© Dr_Microbe/stock.adobe.com

Kardiometabolische Erkrankungen

Adipositas und Vorhofflimmern: Besteht ein direkter Zusammenhang?

Apixaban, ein orales Antikoagulans zur Behandlung und Vorbeugung von Blutgerinnseln sowie zur Vorbeugung von Schlaganfällen bei Vorhofflimmern.

© Soni's / stock.adobe.com

Vergleich bei dreimonatiger Therapie-Zeit

Apixaban vs. Rivaroxaban: Welches DOAK hat das geringere Blutungsrisiko?