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Kommentar zu Vitality-Tarifen

Transparenz mit Hindernissen

Die Prämienkalkulation auf Basis des Gesundheitsbewusstseins der Kunden ist für die privaten Krankenversicherer diffizil.

Ilse SchlingensiepenVon Ilse Schlingensiepen Veröffentlicht:

In der Autoversicherung werden Telematik-Tarife immer populärer: Wer seinen Fahrstil messen lässt und sicher fährt, wird mit niedrigeren Prämien belohnt. Einen ähnlichen Weg geht die Generali mit ihren Vitality-Tarifen, mit denen sie gesundheitsbewusstes Verhalten fördert. Kunden, die ihren Lebensstil ändern und Gesundheitsziele erreichen, werden mit Prämien und Rabatten belohnt.

Dem Start mit der Risikolebens- und der Berufsunfähigkeitsversicherung sollte schon bald die private Krankenversicherung folgen. Daraus wird erst einmal nichts. Die Tatsache, dass jemand häufig joggt oder sich gesund ernährt, lässt sich schwer in einen Vollversicherungstarif einkalkulieren – nicht zuletzt, weil die langfristigen Folgen und Kosten schwer abzuschätzen sind. Während ein Autoversicherer einen Tarif wieder vom Markt nehmen kann, wenn die Kalkulation nicht aufgeht, ist das in der Krankenversicherung nicht möglich.

Auch wenn es zunächst keinen Vitality-Tarif gibt, hält die Generali am Ziel fest, auch in der Krankenversicherung gesundheitsbewusstes Verhalten zu belohnen. Damit steht sie nicht allein, wie die Axa Kranken mit ihrem ActiveMe-Angebot zeigt. Hier könnte ein ähnlicher Trend entstehen wie bei den TelematikTarifen in der Kfz-Versicherung.

Lesen Sie dazu auch: Vitality-Tarif: Generali lässt von strittigem PKV-Modell ab

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