Gesundheitsnetzwerker

Treff in Berlin

Der 10. Kongress für Gesundheitsnetzwerker diskutiert über die aktuellen Trends der kooperativen Versorgung.

Veröffentlicht: 01.04.2015, 09:15 Uhr

BERLIN. Einen aktuelleren Termin hätten sich die Veranstalter des zehnten Kongress für Gesundheitsnetzwerker der Berlin Chemie AG kaum aussuchen können.

Mitten in die andauernden Entstehungsprozesse des Versorgungsstärkungsgesetzes, des Präventionsgesetzes und des E-Health-Gesetzes erhalten die erwarteten rund 500 Teilnehmer am 29. und 30. April in Berlin die Gelegenheit, sich mit ihren Diskussionsbeiträgen einzumischen.

Sektorenübergreifende Versorgung, vernetzte Akteure und Telemedizin gehören zum Instrumentarium der aktuellen Gesundheitspolitik. Die Gesundheitsnetzwerker wollen dabei aber nicht stehen bleiben.

"Vernetzt heißt auch verlinkt", lautet ein Motto des Kongresses. Internetbasierte Diagnose- und Therapieformen, Datenaustausch und Informationsmanagement mit Supercomputern, digitales Wissensmanagement sowie der Zugang von Patienten und Gesundheitsinteressierten zu webbasierten Gesundheitsinformationen werden das Gesundheitswesen weiter verändern, geben sich die Veranstalter überzeugt.

Die Ärzte sind von den Fortschritten der Technologien noch nicht überzeugt. In einer Umfrage äußerten mehr als die Hälfte der Befragten Zweifel an der Telemedizin.

Über "Internetmedizin" und zahlreiche weitere Themen der in Kooperationen stattfindenden Versorgung wie MVZ, ambulante spezialfachärztliche Versorgung, über den Innovationsfonds, über die Zusammenarbeit mit der Industrie und die Folgen von Marktaustritten von Krankenhäusern diskutieren Mediziner, Gesundheitsökonomen, Pflegeexperten, Juristen und Industrievertreter an den beiden Tagen in rund 30 Veranstaltungen.

Ein Überblick über die aktuellen Trends lässt sich in der zentralen Podiumsdiskussion zur Eröffnung am Mittwoch, 29. April, gewinnen.

Neu in diesem Jahr ist ein Parcours für Start-ups. Unternehmensgründungen im Gesundheitswesen seien nichts für Einzelgänger. Sie bräuchten von Beginn an die Interaktion mit Patienten, Ärzten, Kostenträgern und Politikern, raten die Jungunternehmer. (eb)

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