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Medizintechnik

Trend zum Pay-per-Use-Konzept?

Alternative Finanzierungsmodelle sind beim Kauf neuer Medizintechnik auf dem Vormarsch.

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MÜNCHEN. Beim Erwerb moderner Medizintechnik gewinnen alternative Finanzierungslösungen für Anbieter im Gesundheitswesen weltweit stärker an Bedeutung. Dies geht aus einer aktuellen Umfrage der Einheit Financial Services von Siemens (SFS) hervor, die unter den 40 weltweit größten Medizingeräteherstellern durchgeführt wurde.

Fast 70 Prozent geben demnach laut SFS an, dass die Nachfrage ihrer Kunden nach Anlagenfinanzierungen in den vergangenen zwei Jahren gestiegen ist. In diesem Zeitraum sei der Anteil der mittels alternativer Finanzierungsmodelle vertriebenen Geräte durchschnittlich um 6,9 Prozent jährlich gewachsen.

Über 60 Prozent der Befragten erwarteten, dass sich dieser Trend in den kommenden zwei Jahren weiter fortsetzen werde.

Darüber hinaus hätten zwei Drittel der befragten Hersteller angegeben, dass ihre Kunden Kapitalengpässe spürten, und 57 Prozent sähen eine steigende Nachfrage der Gesundheitsanbieter nach maßgeschneiderten Finanzierungslösungen, um neue Ausrüstung zu erwerben.

Zunehmend finanzieller Druck

Des Weiteren hätten 64 Prozent beobachtet, dass immer mehr Kunden die Gesamtbetriebskosten (Total Cost of Ownership, TCO) von Anlagen und Geräten stärker in ihre Investitionsentscheidungen einbeziehen.

Daher seien langfristig vor allem Finanzierungsmodelle gefragt, die neben den reinen Anschaffungskosten auch mögliche Kosten für zum Beispiel die Inbetriebnahme, anfallende Wartungen oder Upgrades von Anfang an mit berücksichtigen.

"Weltweit unterliegt das Gesundheitswesen zunehmend finanziellem Druck", kommentiert Kai-Otto Landwehr, Leiter des CommercialFinance-Geschäfts von SFS in Deutschland.

"Knappe Budgets sollten sich jedoch nicht negativ auf eine optimale medizinische Versorgung auswirken, die langfristig nur durch Investitionen in moderne Technologien gewährleistet werden kann. Dabei sind individuelle Finanzierungslösungen gefragt", ergänzt der Siemens-Fachmann.

Ein weiterer Trend, der sich aus der Umfrage ablesen lasse: Viele Gesundheitsanbieter schätzten und nutzten zunehmend die Vorteile und Möglichkeiten alternativer Finanzierungsmodelle. Anstatt medizinische Ausrüstung zu kaufen, bevorzugten sie für die Nutzung der jeweiligen Geräte zu zahlen (Pay-per-Use).

Dies erleichtere zudem eine transparente Kalkulation und effiziente Verwaltung anfallender Behandlungskosten. Der Studie zufolge wird diese Entwicklung die Nachfrage nach alternativen Finanzierungsmethoden zukünftig noch weiter antreiben. (maw)

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