Masterstudiengang

Uni Bonn bildet Profis für Global Health aus

Die Uni Bonn will vor allem Studierenden aus Entwicklungsländern eine Möglichkeit zur Professionalisierung in puncto globalem Gesundheitsschutz geben.

Matthias WallenfelsVon Matthias Wallenfels Veröffentlicht:

KÖLN. In Bonn soll zum nächsten Wintersemester ein Masterstudiengang "Global Health" starten, der internationale Experten für Gesundheitsschutz ausbilden wird. Globale Gesundheitspolitik sei mittlerweile ein Markenzeichen deutscher Politik, sagte Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe kürzlich bei der offiziellen Auftaktveranstaltung des neuen Studiengangs. Auch bei der G20-Präsidentschaft Deutschlands ist Global Health ein Thema.

Die künftigen Experten für globale Gesundheitsfürsorge sollen Strategien für die Prävention regionaler Gesundheitsrisiken entwickeln lernen und analysieren dazu die vielfältigen Ursachen von Gesundheitskrisen – das sind nicht nur Ausbrüche ansteckender Krankheiten wie zuletzt etwa Ebola. Dazu gehören auch die Auswirkungen von Naturkatastrophen oder Umweltverschmutzung und Fragen der Ernährung.

Wer sein Studium zum "Master of Science in Global Health Risk Management & Hygiene Policies" beginnen will, braucht als Voraussetzung den Bachelor einer beliebigen Fachrichtung. Vor allem aber ist Berufserfahrung gefragt, etwa bei Behörden oder internationalen Organisationen, erläutert Antje Thomas, Koordinatorin für den neuen Studiengang an der Bonner Uniklinik.

Etwa 20 Studierende seien die angestrebte ideale Gruppengröße. Angesprochen sind nicht in erster Linie deutsche Interessenten, sondern internationale Bewerber. Der Studiengang ist englischsprachig. Über die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit, die offizielle Entwicklungshilfe-Organisation der Bundesregierung, sollen der Kontakt zu potenziellen Studierenden vor allem in Entwicklungsländern hergestellt und Informationen über das neue Studienangebot verbreitet werden, so Thomas. Stipendienmöglichkeiten gibt es allerdings vorerst keine.

Studienangebote mit dem Schwerpunkt Global Health gebe es bereits, sowohl in Deutschland als auch in anderen Industrieländern, versichert Thomas. Das neue Angebot hebe sich aber durch seinen breiten Ansatz und die vielfältigen Kooperationen von ihnen ab. So arbeiten die Bonner mit dem örtlichen Ableger der United Nations University zusammen. Aus dieser Zusammenarbeit heraus entstand auch die Idee für den Studiengang.(kab)

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