Medizin-Studienplätze

Uni Frankfurt: Lösung für abgelehnte Medizin-Studierende zeichnet sich ab

Im Ringen um eine Lösung für abgelehnte Medizin-Studienbewerber und -bewerberinnen zeichne sich nach der Sitzung der Kultusministerkonferenz (KMK) eine Lösung ab, so die Uni Frankfurt.

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Frankfurt/Main. Nach der ersten positiven Meldung am Donnerstag, dass die Goethe-Universität in Frankfurt am Main den 31 Bewerberinnen und Bewerbern der Zahnmedizin nun doch einen Studienplatz anbieten konnte, könne den 251 Bewerberinnen und Bewerbern der Humanmedizin Folgendes mitgeteilt werden: Es wird ein Verfahren erarbeitet, den Betroffenen ein Studienplatzangebot zu unterbreiten. Das hat die Universität Frankfurt noch am Freitagabend gemeldet.

Im bundesweiten Ringen um eine Lösung für die 282 Bewerberinnen und Bewerber für Medizin und Zahnmedizin an der Goethe-Universität, deren Studienplatzzusage wegen eines Daten-Übermittlungsfehlers zurückgenommen werden musste, zeichne sich nach der Sitzung der Kultusministerkonferenz (KMK) eine Lösung ab, an der alle Bundesländer und Hochschulen beteiligt seien und an deren technischer Umsetzung die Stiftung für Hochschulzulassung arbeite, heißt es in der Mitteilung.

Danach unterscheidet der KMK-Beschluss zwei Gruppen – eine „Angebots-“ sowie eine „Chancengruppe“:

  • Zu der sogenannten Angebotsgruppe gehören diejenigen, die vor dem Medizinangebot aus Frankfurt bereits ein anderes Zulassungsangebot sicher hatten. Neben Angeboten für Medizin können das auch andere Plätze sein. Zunächst sollen der Angebotsgruppe aus den bundesweit derzeit noch unbesetzten Kontingenten der Hochschulen Studienplätze angeboten werden. Bis Ende kommender Woche werden dafür freie Studienplatze durch die Stiftung für Hochschulzulassung gesammelt. An der Ausformulierung dieser Lösung(en) wird derzeit von Seiten der Stiftung für Hochschulzulassung gearbeitet. Ziel ist es, eine verfahrensgerechte Verteilung zu erreichen.
  • Für die Bewerber*innen der sogenannten Chancengruppe, also jene, die zum Zeitpunkt der Annahme des Medizinstudienplatzes in Frankfurt kein anderes Platzangebot im Verfahren der Stiftung für Hochschulzulassung hatten, wird gemeinsam mit den Ländern, der Stiftung für Hochschulzulassung und den anderen Hochschulen derzeit weiter intensiv über eine gemeinsame Lösung verhandelt. Sobald das Verfahren für die Chancengruppe geklärt ist, werden die Bewerber*innen dieser Gruppe umgehend informiert.

„Die jetzt von der KMK mitgetragene Lösung dokumentiert den Willen aller, den Bewerber*innen die bestmögliche Perspektive zu bieten“, wird Universitätspräsident Professor Enrico Schleiff zitiert. Die Stiftung für Hochschulzulassung habe bereits mit der Etablierung der inhaltlichen und technischen Lösungsmöglichkeiten begonnen. „Ich habe vollstes Vertrauen, dass im Sinne der Betroffenen eine Lösung gefunden wird, die dem KMK-Beschluss gerecht wird“, so Schleiff. (eb)

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