Direkt zum Inhaltsbereich

Sachsen

Uniklinikum Leipzig verzeichnet hohe Verluste

Für die millionenschweren Verluste war „die Umsetzung des finanziell herausfordernden Tarifabschlusses 2019“ ein Einflussfaktor, heißt es.

Veröffentlicht:

Leipzig. Das Universitätsklinikum Leipzig hat das vergangene Jahr mit einem Verlust von 22 Millionen Euro abgeschlossen und wird auch in diesem Jahr voraussichtlich einen Verlust verbuchen. Im Jahr 2018 sei noch ein Gewinn von 3,4 Millionen Euro erzielt worden. Zu dem Minus von 2019 sagte Dr. Robert Jacob, kaufmännischer Vorstand, es „tröstet nur wenig, dass viele andere Krankenhäuser und zahlreiche Universitätsklinika aufgrund der schwierigen Rahmenbedingungen ebenfalls Verluste schreiben“.

Er führte verschiedene Gründe an, die seiner Ansicht nach zu dem Verlust von 2019 geführt haben. Eine Ursache sei, dass Mehrkosten der universitären Medizin durch das DRG-System nicht ausreichend finanziert würden. Hinzugekommen seien steigende Personalkosten. Diese hätten vom Anstieg des sächsischen Basisfallwerts, mit dem die Leistungen des Universitätsklinikums von den Krankenkassen bewertet werden, nicht ausreichend refinanziert werden können.

Einflussfaktor Tarifabschluss

„Ein Einflussfaktor für die Ergebnisentwicklung war daher die Umsetzung unseres finanziell herausfordernden Tarifabschlusses 2019 für die nichtärztlichen Mitarbeiter“, schätzte Jacob ein. Relevant gewesen seien außerdem Rückstellungen vor allem für Risiken aus möglichen Rechnungskürzungen der Krankenkassen im Rahmen von MDK-Prüfverfahren, die in den vergangenen Jahren „stetig zugenommen“ hätten.

Für dieses Jahr äußerte Jacob die Einschätzung, „es ist davon auszugehen, dass unter den derzeitigen Voraussetzungen kein ausgeglichenes Ergebnis möglich sein wird.“ Der medizinische Vorstand Professor Christoph Josten berichtete, eigentlich habe die Klinik für dieses Jahr mit steigenden Patientenzahlen gerechnet. Dies sei nach den Entwicklungen der letzten Monate, in denen zahlreiche Betten freigehalten worden seien, jedoch nicht mehr realistisch.

Das Klinikum ist neben Krankenhäusern in Chemnitz und Dresden einer der drei Maximalversorger in Sachsen. (sve)

Schlagworte:
Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema
Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Dr. med. Gerhard M. Sontheimer (ANregiomed, Region Ansbach) und Holger Baumann (Kliniken der Stadt Köln, v.l.) haben in der Praxis gute Erfahrungen mit Systempartnerschaften gemacht.

© Philips

Mehr Spielraum für moderne Prozesse in der Klinik

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Philips GmbH Market DACH, Hamburg
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Dissoziation

Umgang mit Trauma und PTBS: Was kann die Hausarztpraxis leisten?

Lesetipps
Die Wissenschaftler arbeiten mit der Annahme, dass die Zellen nach dem „Auftauen“ ihre normalen physiologischen Prozesse wieder aufnehmen.

© Tomorrow.bio

Start-up

Kryokonservierung: Der Traum vom ewigen Leben

Eine ältere Frau fässt sich mit den Händen ins Gesicht

© Miriam Kunz

Interview

Schmerzen bei Demenz-Patienten: Welche Fallstricke lauern in der Diagnostik?

Eine Frau geht Walken im Park. Man sieht nur ihre Beine.

© Robert Kneschke / AdobeStock

Cochrane-Update

Körperliches Training hilft wohl doch kaum bei Hüftarthrose