Unionsgruppe beharrt auf Kinderlosen-Abgabe

BERLIN (dpa). Trotz des klaren Neins von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) zu einer Sonderabgabe von Kinderlosen beharrt der Initiator des Vorschlags auf einer stärken Belastung dieser Gruppe.

Veröffentlicht:

"Wir werden nicht lockerlassen", sagte der Vorsitzende der sogenannten Jungen Gruppe in der Union, Marco Wanderwitz, den "Ruhr Nachrichten".

Deutschland benötige eine Milliardenreserve, um die steigenden Kosten der demografischen Entwicklung bewältigen zu können.

"Wir werden darüber reden müssen, wer bezahlt. Und dann sind wir wieder bei demselben Personenkreis, den wir ins Auge gefasst hatten", erklärte Wanderwitz.

"Es reicht nicht, einfach Nein zu sagen wie Familienministerin Kristina Schröder (CDU)."

Das Machtwort der Kanzlerin bedeute nicht das generelle Aus für die Pläne: "Angela Merkel hat (.) auch gesagt, dass unser Grundanliegen berechtigt ist. Wir müssen andere Wege finden."

Spahn unterstützt den Vorschlag

Eine Möglichkeit sei es, Sozialversicherungsbeiträge nach der Kinderzahl zu staffeln: "Das muss man sich anschauen." Noch in dieser Legislaturperiode solle ein Familienausgleich eingeführt werden.

Auch der CDU-Parlamentarier Jens Spahn hatte an dem von Merkel zurückgewiesenen Vorschlag am Mittwoch festgehalten.

Paare mit Kindern leisteten einen Beitrag zugunsten einer ausgewogeneren demografischen Entwicklung, den Kinderlose durch eine Abgabe an die Solidargemeinschaft ausgleichen sollten.

Der Präsident des Münchner Ifo-Instituts für Wirtschaftsforschung, Hans-Werner Sinn, hatte das unterstützt und eine Rentenreform gefordert, die Kinderlose stärker belastet.

Thüringens Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht (CDU) wies dagegen darauf hin, dass Kinderlose weniger Steuervergünstigungen haben.

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Geld und Vermögen

Eigener Vermögensaufbau – Basis für die finanzielle Unabhängigkeit von Frauen

Kooperation | In Kooperation mit: der Deutschen Apotheker- und Ärztebank (apoBank)

Geldtipp-Podcast Pferdchen trifft Fuchs

Welche Vorteile Neobanken bieten

Der positive Jahresrückblick

Diese guten Nachrichten gab es 2025 im Gesundheitswesen

Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Mehr als ein oberflächlicher Eingriff: Die Krankenhausreform verändert auch an der Schnittstelle ambulant-stationär eine ganze Menge.

© Tobilander / stock.adobe.com

Folgen der Krankenhausreform für niedergelassene Ärztinnen und Ärzte

Die Klinikreform bringt Bewegung an der Schnittstelle zwischen Praxen und Krankenhäusern

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: der Deutschen Apotheker- und Ärztbank (apoBank)
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Fünf Szenarien durchgespielt

Was bei einem palliativmedizinischen Notfall Priorität hat

Antibiotic Stewardship

So lassen sich Antibiotika-Verordnungen im Praxisalltag reduzieren

Lesetipps
Ein Würfel springt von 5 auf 6 um. Dies symbolisiert den Jahreswechsel von 2025 auf 2026; dahinter Feuerwerk.

© Romolo Tavani / stock.adobe.com

Zum Jahresstart

Das ändert sich 2026 für Praxen