Bundesrat

Verschärfung der Selbstanzeige durchgewunken

Veröffentlicht:

BERLIN. Die Verschärfung der strafbefreienden Selbstanzeige für Steuersünder liegt im Zeitplan. Das "Gesetz zur Änderung der Abgabenordnung und des Einführungsgesetzes zur Abgabenordnung" wurde Anfang November im Bundestag eingebracht.

Vorigen Freitag befasste sich der Bundesrat mit dem Entwurf und erhob, wie es in einer Mitteilung heißt, "keine Einwände". Damit steht dem Inkrafttreten der neuen Regeln zum 1. Januar 2015 nichts mehr im Weg.

Dann wird die Rückkehr in die Steuerehrlichkeit deutlich teurer. Sanktionslos bleibt die Selbstanzeige nur bis zur Hinterziehung von maximal 25.000 Euro. Bislang galt die Obergrenze 50.000 Euro.

Bei einer Hinterziehungssumme über 25.000 Euro werden zehn Prozent Strafzuschlag fällig. Wurden dem Fiskus mehr als 100.000 Euro vorenthalten, heißt es 15 Prozent Strafzuschlag und ab einer Steuerschuld von mehr als einer Million Euro 20 Prozent.

Außerdem müssen künftig bei einer Selbstanzeige alle Steuerstraftaten der zurückliegenden zehn Jahre (bisher fünf Jahre) benannt werden.

Unterdessen verzeichnen die Länder für 2014 neue Rekordmarken in Sachen Selbstanzeige. Bis Ende Oktober meldeten sich allein in Hessen 3125 Steuersünder - schon jetzt mehr als im Vorjahr insgesamt (2844). (cw)

Schlagworte:
Kommentare
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Das war der Tag: Der tägliche Nachrichtenüberblick mit den neuesten Infos aus Gesundheitspolitik, Medizin, Beruf und Praxis-/Klinikalltag.

Eil-Meldungen: Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Hämatologe gibt Tipps

Krebspatienten impfen: Das gilt es zu beachten

Lesetipps
Die elektronischen Monitoring-Devices könnten gezielt Patienten mit unkontrollierter Erkrankung verordnet werden, um zu messen, ob es bei der Inhalation an der Regelmäßigkeit, der Technik oder an beidem hapert und dann genau da zu schulen, wo es Probleme gibt.

© tadamichi / stock.adobe.com

DGIM-Kongress

So hilfreich können Smart Inhaler bei Asthma oder COPD sein

Am häufigsten wurde nicht-blutiges Erbrechen initial mit einer GI-Blutung verwechselt. Dies betraf 7,2 Prozent der Diagnosen durch die Leitstelle und 6,5 Prozent derer durch Notärzte. An zweiter Stelle mit 4,9 Prozent und 4,6 Prozent folgte galliges Erbrechen oder das Erbrechen von Stuhl aufgrund eines Ileus.

© eddows / stock.adobe.com

Gastrointestinale Blutung

Magen-Darm-Blutungen werden präklinisch oft falsch eingeschätzt