Neumünster

Video-Angebot ohne Effekt für Notaufnahme

Anders als in der ambulanten Versorgung scheinen Videosprechstunden in Klinik-Notaufnahmen derzeit keine Entlastung zu bieten.

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Neumünster. Während Videosprechstunden in der ambulanten Versorgung zunehmend genutzt werden, scheinen sie die Klinik-Notaufnahmen derzeit nicht entlasten zu können. Dies zeigt das Projekt „Online-Docs“ am Friedrich-Ebert-Krankenhaus (FEK) in Neumünster. Das FEK stellte das ursprünglich auf zwei Jahre angelegte Pilotprojekt nach nur zehn Monaten mangels Patienten-Nachfrage wieder ein. Bis zum Beginn der Corona-Pandemie nutzten den Angaben zufolge bis zu acht Patienten täglich die Videosprechstunde, seit Mai verzeichne das FEK jedoch gar keine Anfragen mehr.

Patienten konnten sich seit August 2019 über das Internet bei den Online-Docs einwählen, dort persönliche Daten angeben, kurz ihre Beschwerden schildern und erhielten dann einen Termin für eine Videosprechstunde. Die Patienten benötigten lediglich ein Smartphone oder einen Computer sowie eine Onlineverbindung, Kosten entstanden ihnen keine.

Das FEK zielte mit dem Angebot auf Patienten, die selbstständig in die Notaufnahme kommen. Auch nach Einrichtung der Videosprechstunde habe sich der Andrang in der Notaufnahme jedoch nicht signifikant verringert. (di)

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