Praxisführung

"Vitamin B" bei jeder vierten Anstellung entscheidend

NÜRNBERG (dpa). Viele Jobs werden über "Vitamin B" vermittelt: Persönliche Kontakte waren im vergangenen Jahr bei der Besetzung eines Viertels aller offenen Stellen entscheidend.

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Ein weiteres knappes Viertel wurde über Stellenanzeigen in Zeitungen und Zeitschriften vergeben, wie das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) am Montag in Nürnberg unter Berufung auf eine repräsentative Befragung von 15.000 Unternehmen mitteilte.

Gut jede siebte Stelle wurde über die Arbeitsagenturen besetzt, etwas wenigere über Stellenbörsen im Internet. Private Arbeitsvermittler, Inserate von Arbeitsuchenden und die Auswahl aus Leiharbeitern spielten eine untergeordnete Rolle.

Bei Ungelernten: Jeder dritte Job über persönliche Netzwerke

Die IAB-Studie ergab auch deutliche Unterschiede bei der Art der Suche je nach Betriebsgröße. Während Kleinstbetriebe 2010 rund die Hälfte ihrer freien Stellen über persönliche Netzwerke vergaben, war dies bei Betrieben mit mehr als 500 Mitarbeitern nur bei etwa einem Zehntel der Neueinstellungen der Fall.

Dort wurden die meisten Posten - fast jede dritte Stelle - über Jobofferten im Internet vergeben.

Auch die Anforderungen an die neuen Mitarbeiter haben erheblichen Einfluss auf die Art der Auswahl: Bei Ungelernten wurde jeder dritte Job über persönliche Netzwerke vergeben. Bei den Hochqualifizierten mit Hochschulabschluss stand dagegen das Internet mit ebenfalls einem Drittel an erster Stelle.

Jobsuchende mit einer abgeschlossenen Ausbildung fanden eine neue Stelle mit rund 20 Prozent etwa gleichermaßen über Zeitungsinserate und persönliche Kontakte.

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