Uniklinik Gießen Marburg

Weitere Finanzspritze nötig

GIEßEN/MARBURG (reh). Das Universitätsklinikum Gießen Marburg (UKGM) wird bis 2020 weitere rund 220 Millionen Euro benötigen, um zukunftsfähig zu bleiben. Die Gelder sollen als Investitionen in Gebäude und Medizintechnik fließen.

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Das zeigen laut Martin Menger, Vorsitzender der Geschäftsführung des UKGM, erste Daten einer Analyse der Unternehmensberatung McKinsey. Außerdem weise das UKGM bis Jahresende eine strukturelle Deckungslücke von weit über 20 Millionen Euro auf.

Bis 2014 soll diese Deckungslücke aber geschlossen werden. Dabei will das Klinikum diesen Schritt nicht alleine schaffen. Wie Menger laut einer Mitteilung des UKGM anlässlich der Präsentation der ersten Einschätzungen von McKinsey in Aufsichtsrat und Gesellschafterversammlung erklärte, wolle man den Weg eines Konsensmodells gehen.

Nach Ansicht der Unternehmensberater und der UKGM-Geschäftsführung biete dies die beste Chance zur Konsolidierung des UKGM bis zum Jahr 2014. Das Modell soll sowohl das Land Hessen, Klinikträger, Klinikdirektoren, aber auch die Arbeitnehmervertreter umfassen.

Foschung und Lehre sollen bestehen bleiben

Das Vorhaben werde derzeit mit allen Beteiligten diskutiert, heißt es weiter. Fest steht: Forschung und Lehre sollen feste Bestandteile beider Klinikstandorte bleiben.

Als Grund für die große Deckungslücke führt das Klinikum verschlechterte Rahmenbedingungen an. Besonders gravierend für das UKGM sei der nur gering ansteigende hessische Landesbasisfallwert.

Der Wert gleiche tarifliche Lohnsteigerungen bei weitem nicht aus. Aber auch bei den Materialkosten sei ein deutlicher Anstieg zu verzeichnen.

Dabei habe die Rhön-Klinikum AG seit 2006 bereits 519 Millionen Euro ins UKGM investiert, obwohl die Investitionsverpflichtung bei Übernahme vertraglich auf 367 Millionen Euro fixiert worden war.

Durch die verschlechterten externen Rahmenbedingungen seien, so das UKGM, die Restrukturierungsfortschritte und die gute Entwicklung allerdings ins Stocken geraten.

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