Apotheker plus, 23.07.2010
 

Apotheker im Amberger Ärzte-Netz

Eine effektive und effiziente "Rund-um-Versorgung" von Patienten durch Arzt, Apotheker und Klinik ist das ehrgeizige Ziel des Ärztenetzes in Amberg. Ein Beispiel, wie Kooperation über Berufsgrenzen hinweg funktioniert.

Apotheker im Amberger Ärzte-Netz

Langfristig kommt man im Gesundheitswesen nicht umhin, Apotheker in Ärztenetze mit einzubeziehen - vor allem, wenn es um Fragen der Compliance und Arzneimitteltherapiesicherheit geht. Diese These vertritt der Geschäftsführer des Amberger Ärztenetzes (UGOM), Dr. Thomas Bahr. UGOM ist eines der am weitesten entwickelten Ärztenetze in Deutschland mit über 92 niedergelassenen Haus- und Fachärzten und zwei regionalen Kliniken. Mit den "Netzapotheken vor Ort in der Region", dazu zählt etwa die Hälfte der Offizin-Apotheken in der Region, bestehen nun konkrete Konzepte zur Verbesserung der bestehenden Schnittstellen-Probleme in der GKV.

So soll durch eine bessere Abstimmung zwischen Verordnung (Arzt) und Abgabe (Netz-Apotheker) und durch mehr Patientenkommunikation und -Service (Schulung) die Qualität der Arzneimittelversorgung und Therapiesicherheit für UGOM-Patienten verbessert und deren Compliance erhöht werden. Außerdem wird angestrebt, Pharmakotherapieleitlinien zwischen UGOM-Ärzten und Netz-Apotheken zu erstellen, um das Arzneimittelvolumen zu senken (z. B. durch Verblisterung bei chronischen Erkrankungen). Schließlich könnte auch die Einrichtung eines praxis- und apothekenübergreifenden "elektronischen Verordnungsreports" die Kommunikation und das Datenmanagement erleichtern, hofft Bahr. "Wir verstehen uns dabei als eine Unternehmung, die mehr Effizienz ins Gesundheitswesen bringen will. Wir machen also keine Konzepte, damit Apotheken mehr Umsatz machen, sondern damit Patienten einen Nutzen haben", betont er. Vor allem in ländlichen Regionen seien einfache Lösungen mit persönlicher Betreuung gefragt und nicht Dienstleistungsangebote vom grünen Tisch.

Das Amberger Ärzte-Netz ist damit ein Paradebeispiel, wie künftig funktionierende Arzt-Apotheker-Kooperationen aussehen können. Oft klappt die Zusammenarbeit bereits auf kleiner Ebene.

Mit dem Wettbewerb "Wir suchen das beste Arzt-Apotheker-Team" wollen wir daher all jene motivieren, die etwas gemeinsam auf die Beine gestellt haben, ihr Konzept öffentlich vorzustellen - und damit zu gewinnen. Denn die drei besten Teams erhalten je zwei aktuelle iPads. (run)

Online bewerben – nur für Fachkreise

Zusammen arbeiten - gemeinsam gewinnen

Klein und hipp: Den drei Gewinner-Teams winken jeweils zwei brandneue iPads. © sth

Mit der Online-Bewerbung geht es am schnellsten – einfach ausfüllen und mit einem Klick absenden.


Sie mögen den Postweg? Laden Sie das

herunter und schicken es zusammen mit den weiteren Projektinfos an:

Ärzte Zeitung Verlagsgesellschaft,
Frau Monique Begall, Am Forsthaus
Gravenbruch 5, 63263 Neu-Isenburg.

Rückfragen an: Ruth Ney, Ressort Pharmazie,
Tel. 06102 506-111,
oder schreiben Sie eine E-Mail

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Statine mit antibakterieller Wirkung

Die kardiovaskuläre Prävention mit einem Statin schützt möglicherweise auch vor Staphylococcus-aureus-Bakteriämien. Das hat eine dänische Studie ergeben. mehr »

Das steht in der neuen Hausarzt-Leitlinie

Die brandneue S3-Leitlinie Multimorbidität stellt den Patienten als "großes Ganzes" in den Mittelpunkt – und gibt Ärzten eine Gesprächsanleitung an die Hand. mehr »

Jamaika – Paritätische Finanzierung ist vom Tisch

Ein neues Sondierungspapier zeigt: Die potenziellen Jamaika-Partner suchen nach dem kleinsten gemeinsamen Nenner in der Gesundheitspolitik. mehr »