Direkt zum Inhaltsbereich

Zur Diagnostik der Nebennieren hat die Endosonografie die Nase vorn

WIESBADEN (skh). Zur weiteren Abklärung bei "Inzidentalomen" der Nebennieren gehört die Endosonografie zu den sensitivsten bildgebenden Verfahren. Kollegen mit Vorerfahrung in der Endoskopie können die Methode rasch erlernen.

Veröffentlicht:
Vorbereitung zur Untersuchung der Nebenniere.

Vorbereitung zur Untersuchung der Nebenniere.

© di

Veränderungen der Nebennieren fallen oft zufällig bei einer CT des Abdomens auf. Diese sogenannten Inzidentalomen können gut- oder bösartig sein und eine pathologische Hormonsekretion bedingen, zum Beispiel ein Conn-Syndrom (Hyperaldosteronismus).

Beim Screening wegen familiärer genetischer Syndrome etwa bei multiplen endokrinen Neoplasien (MEN) stehen die Nebennieren ebenfalls im Fokus, wie Professor Peter-Herbert Kann, Endokrinologe an der Uniklinik Marburg, berichtete.

Einer älteren Studie zufolge lässt sich per transkutaner Sonografie eine nicht vergrößerte Nebenniere auf der rechten Seite bei 99 Prozent und auf der linken Seite bei 70 Prozent der Patienten darstellen (Endoscopy 1997; 29/9: 859).

"Eine gewagte Aussage!", so Kanns Kommentar dazu. Neuere Daten legen nahe, dass sich eine so hohe Detektionsrate in der Praxis kaum reproduzieren lässt (Ultraschall Med 2005; 26 / 6: 458).

Endosonografie der Nebennieren kann rasch erlernt werden

Endosonografisch lasse sich die linke Nebenniere am besten durch die dorsale Wand des Magencorpus in Rückenlage des Patienten darstellen. Bei dorsaler Schallrichtung durch Magen-Antrum oder Pylorus in Rechtsseitenlage komme die rechte Nebenniere zur Darstellung.

Die Endosonografie der Nebennieren könne von Kollegen mit Endoskopie- und Sonografieerfahrung rasch erlernt werden. "Nach etwa 30 Untersuchungen für die linke und 50 bis 70 Untersuchungen für die rechte Nebenniere hat man eine solide Basis", sagt Kann.

Mehr zum Thema
Das könnte Sie auch interessieren
Geldschein, teilweise bedeckt von Stethoskop

© photocrew / stock.adobe.com

Kostenstrukturanalyse

Privatanteil an den Einnahmen geht leicht zurück

An der Frankfurt School of Finance & Management im Norden der Mainmetropole wird auch in diesem Jahr der Tag der Privatmedizin 2026 ausgerichtet. Die Veranstaltung ist für den 21. November angesetzt. (Archivbild)

© Frankfurt School of Finance & Management

Update

Praxiswissen und Innovation

Privatmedizin: Anregungen für die Praxis in Frankfurt am 21. November

Logo Cardisio

© FOMF

Forum für medizinische Fortbildung

Eviplex: KI-gestützte Recherche speziell für den medizinischen Alltag

Kooperation | In Kooperation mit: Tag der Privatmedizin
Jugendliche die schon früh, ohne Eltern in die Sprechstunde kommen, werden selbstständiger.

© Racle Fotodesign / stock.adobe.com

Typ-1-Diabetes bei Kindern und Jugendlichen

Wie gelingt der Übergang vom Pädiater in die Erwachsenenmedizin?

Frauen erhalten eine andere und meist schlechtere Behandlung als Männer. Sie sind häufiger vom Medical Gaslighting betroffen, insbesondere in der Kardiologie.

© NPS Studio / stock.adobe.com

Hormone, Schwangerschaft, Wechseljahre

Warum ein Diabetes Frauen anders trifft als Männer

Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Abb. 1: Strukturierter Ablauf der CAR-T-Zelltherapie, in sektorübergreifender Zusammenarbeit zwischen Zentrum und zuweisender Praxis

© Janssen-Cilag

CAR-T-Zelltherapie mit Cilta-cel

Frühzeitige Zuweisung und strukturierte Patientensteuerung

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Janssen-Cilag GmbH, a Johnson & Johnson company, Neuss
Holzklötze mit Symbolen für verschiedene Versicherungsarten, dahinter eine Person im weißen Hemd.

© REDPIXEL / stock.adobe.com

Cancer is Changing

Medizinischer Fortschritt: „Zwei von drei Krebspatientinnen leben heute länger als fünf Jahre nach der Diagnose“

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: BeOne Medicines Germany GmbH

Vom Warnsignal zur RNAi-Therapie

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Alnylam Germany GmbH, München
Vorteile des Logins

Mit unserem kostenloses Login erhalten Ärztinnen und Ärzte, Medizinstudierende sowie Fachkräfte im Gesundheitswesen vollen Zugriff auf unsere medizinischen und praxisrelevanten Inhalte.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen
Lesetipps
Auf einer Waage befindet sich ein Apfel sowie ein Maßband, daneben lieben Hanteln und ein grüner Blattsalat

© Davizro Photography / stock.adobe.com

Early-onset-Diabetes

Jeder zweite junge Erwachsene erreicht Diabetesremission

 erschöpfter Malermeister

© Adobe Firefly / Andrea Schudok / generated by AI

Kasuistik

Schwindel und Leistungsknick: Was sehen Sie im EKG?

Ältere Frau sitzt auf dem Boden und hält sich den Kopf.

© LIGHTFIELD STUDIOS / stock.adobe.com

Stürze vermeiden!

Synkopen wegen Blutdruck-Schwankungen: Worauf es dann ankommt