Ärzte Zeitung online, 29.01.2018

Medizinmesse Arab Health

Dubai setzt auf Tradition und moderne HighTech-Versorgung

Heute startet in Dubai die diesjährige Arab Health. Die weltweit zweitgrößte Medizinmesse dient Unternehmen vor allem als Plattform für Kontakte in die prosperierenden Länder der Region. Der Markt dort lockt mit riesigen Absatzchancen.

Von Matthias Wallenfels

Dubai setzt auf Tradition und moderne HighTech-Versorgung

Luxus pur im weltweit größten Shoppingkomplex Dubai Mall; der Reichtum beschert den Vereinigten Arabischen Emiraten und einigen Nachbarländern auch eine Zunahme von Zivilisationskrankheiten.

© Global Travel Images/picture alliance/dpa

DUBAI. Mehr als 330 Anbieter aus der deutschen, österreichischen und schweizerischen Gesundheitswirtschaft nutzen in Dubai ab Montag im Dubai International Convention & Exhibition Centre die 43. Auflage der Arab Health als Plattform für die Leistungsschau ihrer in der Region sehr geschätzten Produkt- und Servicelösungen.

Am Donnerstag steht sogar der Ländertag Deutschland bei der weltweit nach der Medica in Düsseldorf zweitgrößten Medizinmesse an. Der Messeveranstalter Informa erwartet nach eigenen Angaben 4200 Aussteller aus mehr als 150 Ländern und etwa 103.000 Fachbesucher.

Smart Healthcare neu im Programm

4200 Austeller präsentieren 2018 bei der Arab Health ihre innovativen Gesundheitslösungen.

Da die Bevölkerungen der reichen Länder der Region zunehmend unter Zivilisationskrankheiten wie Diabetes, Adipositas oder Herzkreislauferkrankungen leiden, widmet sich die Arab Health erstmals dem Themenkomplex Smart Healthcare. Die "Personal Healthcare Technology Zone" soll Ausstellern eine neue Plattform bieten für die jüngsten Innovationen der Branche, die Patienten mit ihren Ärzten und Krankenhäusern verbinden, so Informa.

Die Lösungen aus dem Bereich Smart Personal Healthcare haben das Potenzial, Patienten wie Ärzte den Gesundheitszustand gezielt und individuell überwachen zu lassen – und die Fitness genauso wie den Blutdruck oder die Schlafqualität im Blick behalten zu lassen.

Weitere neue Messethemen werden laut Informa die vernetzte Pflege, Familienmedizin, vernetzte Versorgung, Family Medicine, Adipositas, Traumachirurgie, die sogenannte Acute Care Surgery, Bluthochdruck, Anästhesie, Atemwegserkrankung, Biomedical Engineering, Zahnmedizin und Pharmakotherapie.

Unter anderem der traditionsreiche Medizintechnikstandort Baden-Württemberg setzt auch dieses Jahr wieder auf die Arab Health als Drehscheibe der Region.

 "Die starke Präsenz sowie große Bandbreite von Medizinunternehmen aus Baden-Württemberg auf der wichtigsten Medizinmesse des Mittleren Ostens beweist einmal mehr die Reputation und Potenziale für unseren Gesundheitsstandort in der Welt. Besonders freut mich die Teilnahme der Gesundheitsregionen rund um den Schwarzwald, die neue Marktchancen im arabischen Raum für sich entdecken", erläuterte Kai Schmidt-Eisenlohr, Geschäftsführer von Baden-Württemberg International (bw-i), im Vorfeld der Messe.

Auf dem von bw-i-Seite organisierten baden-württembergischen Gemeinschaftsstand informieren einerseits Gesundheitsdienstleister über medizinische Instrumente, Therapie- und Pflegeprodukte sowie Klinikausstattung und orthopädische Geräte. Die Regionen Freiburg und Offenburg stellen Therapie- und Erholungsmöglichkeiten in unmittelbarer Nähe zum Schwarzwald vor.

Labormesse geht in zweite Runde

Auch die German Healthcare Export Group (GHE) setzt wieder auf das Potenzial, das die Region Mittlerer Osten und Nordafrika der Gesundheitsbranche bietet. Die GHE vertritt als Exportverband nach eigenen Angaben rund 50 Industrie- und Handelsunternehmen der Medizintechnikbranche, deren Exportanteil durchschnittlich bei über 50 Prozent liegt.

Vom 5. bis 8. Februar findet ebenfalls in Dubai die Fachmesse Medlab statt. Diese feierte vergangenes Jahr Premiere, da auch die Labormedizin in der Region einen massiven Nachfrageschub verzeichnet.

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