Ärzte Zeitung, 23.03.2009

Zahl der Organspenden sinkt bundesweit

Neu-Isenburg (chk). Die Zahl der Organspenden in Deutschland ist 2008 im Vergleich zu 2007 um 8,8 Prozent gesunken. Dies entspricht einem Rückgang um 645 Organspenden.

Der bundesweite Durchschnitt verzeichnet für das vergangene Jahr 14,6 Organspender pro einer Million Einwohner. Bei den Bundesländern ist Bremen, trotz rückläufiger Zahlen, mit 28,7 Organspendern der Spitzenreiter. Hessen bildet mit 8,7 Spendern mit Abstand das Schlusslicht. Als einziges Bundesland verbessert sich Nordrhein-Westfalen gegen den bundesweiten Trend mit 14,4 Spendern im Vergleich zum Vorjahr, als 13,3 Spender pro einer Million Einwohner ermittelt worden waren.

Die Diskussion über den Rückgang der Spenderzahlen ist in vollem Gang. Nach Angaben der Deutschen Stiftung Organspende (DSO) in Frankfurt am Main würde eine klarere Zuständigkeit der Beteiligten und eine aktivere Zusammenarbeit mit der DSO die Organspenderzahl erhöhen.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Was schützt wirklich vor der prallen Sonne?

Auch beim Sonnenschutz setzen immer mehr Menschen auf Naturprodukte. Forscher haben die Schutzwirkung von Samen und Ölen untersucht - mit zwiegespaltenem Ergebnis. mehr »

"Abwarten und Teetrinken geht nicht mehr"

Unser London-Korrespondent Arndt Striegler beobachtet die Brexit-Verhandlungen hautnah - und ist verwundert über die May-Regierung, während die Ärzte immer mehr in Panik verfallen. mehr »

Pflege bleibt Problembereich

Der Abrechnungsbetrug im Gesundheitswesen ist 2016 drastisch zurückgegangen. Die erweiterten Kontrolloptionen der Leistungsträger müssen aber erst noch Wirkung zeigen. mehr »