Ärzte Zeitung, 06.10.2005

Pichlmayr-Preis geht an Chirurgen in Heidelberg

HEIDELBERG (eb). Mit dem diesjährigen Rudolf-Pichlmayr-Preis ist der Transplantationsmediziner Privatdozent Dr. Peter Schemmer aus Heidelberg ausgezeichnet worden.

Schemmer wurde die Auszeichnung auf der Jahrestagung der Deutschen Transplantationsgesellschaft vor kurzem in Rostock überreicht. Schemmer, Oberarzt an der Chirurgischen Universitätsklinik Heidelberg, erhielt den mit 10 000 Euro dotierten Preis für seine Arbeiten zum Transplantatversagen und einer möglichen Prophylaxe.

In einem Tiermodell, das Lebertransplantationen bei Menschen simuliert, zeigten Schemmer und seine Kollegen, daß Reperfusionsschäden bereits bei der Organentnahme getriggert werden. Dies geschieht durch Aktivierung von Kupfferzellen und Freisetzung durchblutungshemmender Substanzen.

Einen Ausweg haben die Forscher möglicherweise bereits gefunden: Bei Tieren konnte die Aktivierung der Kupfferzellen mit der Aminosäure Glycin verhindert werden. Eine Studie mit 130 Empfängern von Lebertransplantaten wurde inzwischen begonnen.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Alzheimer-Anzeichen schon 25 Jahre vor Ausbruch

Die Alzheimer-Demenz kündigt sich in einigen Formen offenbar lange vor Krankheitsbeginn an. Das bringt Zeit, um die Erkrankung zu verhindern - womöglich sogar zwei Jahrzehnte. mehr »

Konzept der E-Patientenakte steht

Die elektronische Patientenakte nimmt konkrete Formen an. Ärzte, Zahnärzte, Krankenkassen und gematik haben sich auf ein Vorgehen zur Gestaltung der ePA geeinigt. Die Industrie bleibt vorerst außen vor. mehr »

Placebo ist nicht gleich Placebo

Ein Scheinmedikament zu verordnen, gilt manchen Ärzten als anrüchig - andere halten es für legitim. Bei vielen hängt es davon ab, woraus das spezielle Placebo besteht. mehr »