Ärzte Zeitung, 10.02.2017
 

Kardiologie

Parakardiales Fett: Risiko nach Menopause?

US-Forscher haben die Art des Herzfettes identifiziert, die mit einem erhöhten Risiko für Herzerkrankungen korreliert.

PITTSBURGH. Ein vermehrtes Vorkommen einer bestimmten Sorte Fett in der Umgebung des Herzens ist signifikant mit einem höheren Risiko für Herzerkrankungen bei Frauen nach der Menopause assoziiert. Das trifft auch bei Frauen mittleren Alters mit einem niedrigen Östrogenspiegel zu, wie eine Studie der University of Pittsburgh Graduate School of Public Health ergeben hat (JAHA 2017; 6: e004545).

Das Team um Dr. Samar R. El Khoudary untersuchte unter anderem Blutproben und CT Scans von 478 Frauen aus Pittsburgh und Chicago, die an der Studie "Study of Women's Health Across the Nation" teilnahmen.

Die Frauen befanden sich in unterschiedlichen Phasen der Menopause, waren im Durchschnitt 51 Jahre alt und nahmen nicht an einer Hormon-Ersatztherapie teil, heißt es in einer Mitteilung der Universität Pittsburgh. Bei den untersuchten Frauen korrespondierte ein 60-prozentiger Anstieg des parakardialen Fettes mit einem um 160 Prozent höheren Risiko einer Verkalkung der Koronararterien als bei prä- oder frühmenopausalen Frauen. Zusätzlich war das Ausmaß der Verkalkung bei Frauen nach der Menopause um 45 Prozent höher. Die Menge des Herzfettes lasse sich bisherigen Forschungen zufolge erfolgreich mit Diäten und bariatrischer Chirurgie verringern, erinnern die Pittsburgher Wissenschaftler. (mmr)

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