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ECDC

Karneval in Rio – Impfschutz beachten!

Anfang März findet in Rio de Janeiro der weltberühmte Karneval statt. Reisende sollten besonders an die Gelbfieberimpfung denken, rät das ECDC.

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SOLNA. Zum Karneval in Rio de Janeiro vom 1. bis 9. März erwartet die brasilianische Regierung rund eine Million Besucher. Reisenden aus Europa rät die europäische Seuchenbehörde ECDC, ihren Impfschutz zu überprüfen und gegebenenfalls aufzufrischen.

Wichtig sei besonders die Gelbfieberimpfung, da Rio de Janeiro zu den Risikogebieten gehöre, in denen in den vergangenen Jahren immer wieder Fälle von Gelbfieber aufgetreten sind. Diese sollten Reisende spätestens zehn Tage vor Abreise erhalten haben.

Die Behörde rät Ärzten zudem, Brasilien-Reisende vor Reisebeginn über mögliche Gelbfieber-Symptome aufzuklären und auf einen ausreichenden Mückenschutz hinzuweisen. Dieser biete auch Schutz vor Dengue-, Chikungunya- und Zika-Virus-Infektionen.

Neben der Gelbfieber-Impfung sollten die Grundimmunisierungen gegen Masern, Röteln, Diphtherie, Tetanus und Polio überprüft werden, so das ECDC. Zusätzlich komme je nach individuellem Risiko des Reisenden auch eine Impfung gegen Hepatitis A, Meningokokken oder Typhus infrage.

Die Behörde berichtet von 12 bestätigten Gelbfieber-Fällen und 116 Verdachtsfällen, die im Zeitraum zwischen Juni 2018 und Januar 2019 von den brasilianischen Gesundheitsbehörden gemeldet wurden.

Bei Gelbfieber treten die Symptome plötzlich auf, meist drei bis fünf Tage nach Infektion mit dem Gelbfieber-Virus. Die Erkrankung verläuft üblicherweise in zwei Phasen: In der akuten Phase mit Fieber (39 – 40°C) berichten die Patienten häufig von Schüttelfrost, Myalgien, Kopfschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Nasenbluten und einer relativen Bradykardie.

Bei etwa 15 Prozent der Patienten entwickelt sich dann, zum Teil nach einer kurzen Besserung, innerhalb kurzer Zeit eine toxische Phase mit schwerem Krankheitsbild. (bae)

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