KOMMENTAR

Ein Segen - aber nicht für deutsche Forscher

Peter LeinerVon Peter Leiner Veröffentlicht:

Einen Segen haben US-Wissenschaftler jetzt ihren Forscherkollegen weltweit beschert. Sie haben innerhalb kurzer Zeit 17 Stammzell-Linien aus menschlichen Embryonen hergestellt, das sind sogar zwei mehr, als derzeit in dem Register der US-Gesundheitsinstitute erfaßt sind. Weil sie dort nicht registriert sind, dürfen die Zellen nur in solchen Projekten erforscht werden, die nicht mit öffentlichen Geldern gefördert werden. Das dürfte das Interesse an diesen Zellen aber nicht schmälern.

Ein Segen für Forscher in Deutschland ist der Erfolg der US-Forscher allerdings nicht. Denn das Stammzell-Gesetz verbietet die Einfuhr von humanen embryonalen Stammzellen, die nach dem Stichtag 1. Januar 2002 in dem Herkunftsland hergestellt worden sind. In Deutschland müssen sich daher die Wissenschaftler mit Zellen begnügen, die nicht nach dem aktuellen Stand des Wissens hergestellt worden sind.

Hier zeigt sich, daß die Regelung der Forschung an humanen embryonalen Stammzellen halbherzig ist, weil sie die Forschung mit diesen Zellen einerseits nicht absolut verbietet, aber eben auch nicht fördert. Eine klarere Regelung wäre für die Forschung viel hilfreicher.

Lesen Sie dazu auch: Embryonale Stammzellen en masse

Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Abb. 1: FIB-4 1,3: numerische 26%ige Risikoreduktion der 3-Punkt-MACE durch Semaglutid 2,4mg

© Springer Medizin Verlag GmbH, modifiziert nach [17]

Kardiovaskuläre, renale und hepatische Komorbiditäten

Therapie der Adipositas – mehr als Gewichtsabnahme

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Novo Nordisk Pharma GmbH, Mainz
SCD-PROTECT-Studie-- Frühe Phase nach Diagnose einer Herzinsuffizienz – deutlich höheres Risiko für den plötzlichen Herztod als in der chronischen Phase.

© Zoll CMS

SCD-Schutz in früher HF-Phase

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: ZOLL CMS GmbH, Köln
Durvalumab im Real-World-Vergleich

© Springer Medizin Verlag

ED-SCLC

Durvalumab im Real-World-Vergleich

Sonderbericht | Beauftragt und finanziert durch: AstraZeneca GmbH, Hamburg
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen
Lesetipps
Eine Person im CT.

© oksanazahray / stock.adobe.com

Risikoadaptiertes Vorgehen

Lungenkrebs-Screening: Nach Rauchstopp erst später ins CT?

Eine Frau hat Schmerzen im Unterbauch aufgrund einer Blasenentzündung und hält sich mit der Hand den unteren Bauch.

© Aleksandr Rybalko / stock.adobe.com

Urogenitale Malignome

Akute Zystitis kann auf künftigen Krebs hinweisen

Spritze zum Impfen mit Schriftzug

© Fiedels / stock.adobe.com

Hotline Impfen

Stellen Sie Ihre Fragen zum Impfen!