Ärzte Zeitung, 28.02.2005

Leseschwäche ist offenbar genetisch bedingt

WASHINGTON (ddp). Legasthenie hat offenbar auch eine genetische Ursache. Das schließen britische Wissenschaftler aus den Ergebnissen einer Untersuchung, in der sie das Erbgut von Legasthenikern mit dem von Menschen ohne Lese-Rechtschreibschwäche verglichen.

Da sich Legastheniker in bestimmten Familien häufen, gehen Wissenschaftler schon länger davon aus, daß genetische Faktoren bei der Entstehung von Legasthenie entscheidend sind. Im Fokus sind dabei Gene einer Region auf Chromosom 6, darunter auch das KIAA0319-Gen.

Um die verdächtige Region genauer einzugrenzen, untersuchten US-Forscher bei 223 Freiwilligen mit Legasthenie und 273 Kontrollpersonen, welche Gene typische Abweichungen hatten. Besonders zwei Veränderungen in der Sequenz von KIAA0319 kamen bei den Legasthenikern deutlich häufiger vor als bei den Kontrollpersonen, berichten die Forscher in der aktuellen Online-Ausgabe von "Science".

Wie das Gen die Lese- und Rechtschreibfähigkeit beeinflußt, wissen die Forscher aber noch nicht.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Unterwegs mit dem ADAC-Ambulanzjet

Wer auf Auslandsreisen krank wird, der ist froh, wenn schnelle Hilfe naht. Besonders zügig geht das mit einem Ambulanzjet - etwa vom ADAC. mehr »

Ein Besuch auf der Messe "Medicare Taiwan"

Taiwans Medizintechnikunternehmen gelten als Powerhouse - und sie suchen den Schulterschluss mit internationalen Partnern. Die "Medicare Taiwan" ist DER Branchentreff – ein Fachmessebesuch in Taipeh. mehr »

Extra-Vergütung für offene Sprechstunden

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn will Ärzte für offene Sprechstunden besser bezahlen. Die zusätzliche Vergütung soll es auch dann geben, wenn Ärzte Termine über die Terminservicestellen annähmen.. mehr »