Ärzte Zeitung, 30.04.2007

Stammzellen gegen Knochendefekte

HEIDELBERG (ddp). Körpereigene Stammzellen sollen künftig die Heilung von Knochendefekten unterstützen. Mit diesem Ansatz beschäftigen sich Forscher der Orthopädischen Uniklinik Heidelberg.

Ziel der Heidelberger Arbeitsgruppe in Zusammenarbeit mit der Berufsgenossenschaftlichen Unfallklinik Ludwigshafen ist es, die Stammzellen direkt im OP aufzubereiten. Dazu werden nach einer Knochenmarkpunktion die Stammzellen in einer speziellen Zentrifuge direkt im OP gewonnen.

Sie werden aufbereitet und in hoher Konzentration kombiniert mit resorbierbaren Knochenersatzstoffen in Knochendefekte gegeben. So können die Patienten während einer einzigen Narkose mit Stammzellen behandelt werden. Die ansonsten übliche Methode ist, dass die Stammzellen in Labors vermehrt und dann in einer zweiten Op eingesetzt werden.

Die Stammzelltherapie wird derzeit in klinischen Studien bei Patienten mit nicht verheilten Knochenbrüchen sowie Durchblutungsstörungen des Hüftkopfes verwendet.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Parodontitis als Risikofaktor für Krebs?

Ist eine Zahnbettentzündung ein Risikofaktor für bestimmte Krebsarten? Innerhalb einer großen Gruppe Frauen in der Menopause haben Forscher deutliche Zusammenhänge gefunden. mehr »

3-D-Druck ersetzt Gips-Zahnabdrücke

Die 3-D-Technologie hat längst Einzug in die Medizin gehalten. In München gibt es eine volldigitale Kieferorthopädie-Praxis. Vom Scan bis zum 3-D-Druck des Zahnmodells läuft alles digital. mehr »

Hilfe für die Seele gefordert

Eine Krebsdiagnose ist ein Schock. Die Psychoonkologie soll helfen. Aber die Unterstützung ist wenig bekannt und unterfinanziert. mehr »