Direkt zum Inhaltsbereich

Mistel-Therapie für ein leichteres Leben mit Krebs

ROSENFELD (hsr). Eine adjuvante Behandlung mit Mistelextrakt erhöht nach den Ergebnissen einer prospektiven Studie die Lebensqualität von Krebspatienten. Symptome wie Schmerzen und Appetitlosigkeit nehmen ab, und die Zahl der Chemotherapie-assoziierten unerwünschten Ereignisse sinkt um etwa 50 Prozent.

Veröffentlicht:

Wie das Unternehmen Helixor Heilmittel aus Rosenfeld mitteilt, sind in die randomisierte Studie an drei chinesischen Universitätskliniken, wie kurz berichtet, 233 Tumorkranke mit Brust-, Ovarial- und nicht-kleinzelligem Bronchial-Ca aufgenommen worden.

Zusätzlich zu den Zytostatika erhielten die Patienten entweder dreimal wöchentlich subkutan das Mistelkrautextrakt Helixor® A in steigenden Dosierungen von ein auf 200 Milligramm oder täglich intramuskulär ein immunstimulierendes chinesisches Phytopharmakon.

Veränderungen der Lebensqualität wurden mit validierten Fragebögen ermittelt und von der Universität Heidelberg statistisch ausgewertet. Danach verbesserten sich die Symptome Schwindel, Schmerzen, Fatique, Schlaflosigkeit und Anorexie signifikant.

Die Zahl unerwünschter, größtenteils Chemotherapie-assoziierter Ereignisse wie Infektionen, Übelkeit, Erbrechen, sank von 90 auf 52 in der Verumgruppe. Schwerwiegende unerwünschte Ereignisse gingen von zehn auf fünf zurück. Zudem nahmen die Patienten mit Mistelkrautextrakt an Gewicht zu.

Mehr zum Thema

Komplementärmedizin

Gefährdet Alternativmedizin das Überleben bei Brustkrebs?

Bewusster Verzicht

Was bringt Fasten bei Schmerz?

Das könnte Sie auch interessieren
50 Jahre Jung-Preis

© Jung-Stiftung für Wissenschaft und Forschung

50 Jahre Jung-Preis

Freiheit als Voraussetzung für medizinischen Fortschritt

Anzeige | Jung-Stiftung für Wissenschaft und Forschung
Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Abb.  1: Indikationsübergreifendens Therapie-Monitoring in den ersten Behandlungszyklen mit Ribociclib beim HR+/HER2- Brustkrebs

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [1]

Früher und metastasierter HR+/HER2- Brustkrebs

Einfach und konsistent: indikationsübergreifendes Therapie-Management mit Ribociclib

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Novartis Pharma GmbH, Nürnberg
Abb. 1: WAYPOINT-Studie: schnelle und signifikante Reduktion des SNOT-22-Scores über 52 Wochen

© Springer Medizin Verlag GmbH, modifiziert nach [6]

Schwere, unkontrollierte CRSwNP

Wirkansatz an epithelialen Alarminen

Sonderbericht | Beauftragt und finanziert durch: AstraZeneca GmbH, Hamburg
Abb. 1: Signalkaskade der kardiovaskulären Inflammation

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [9]

Sekundärprophylaxe nach Herzinfarkt

Therapie der kardiovaskulären Inflammation senkt das Risiko für kardiovaskuläre Ereignisse

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: APONTIS PHARMA Deutschland GmbH & Co. KG
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Neudefinition mit praktischen Konsequenzen

COPD: Schon ab einer moderaten Exazerbation in Gruppe E!

Kaum erforscht

Mit Lungenfibrose wird das Sexleben zum Problem

Lesetipps
Es muss nicht immer die ganze Packung sein. Bei Abklingen der Symptome reicht oft eine kürzere Dauer der Antibiotikatherapie.

© umang / stock.adobe.com

Kürzer ist oft besser

Wann ein Antibiotikum früher abgesetzt werden kann