Ärzte Zeitung, 20.04.2005

Bundesinstitut warnt vor Hüpfknete

BERLIN (dpa). Die als Hüpfknete beliebte Mischung aus Knetgummi und Flummi gehört nach Meinung von Spezialisten nicht in Kinderhände.

Die verformbare und springende Masse enthalte hohe Mengen an Borsäure, warnte das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) in Berlin. "Es besteht das Risiko, daß Borsäure beim Spielen durch Hautkontakt, aber auch durch Kauen oder Verschlucken aus der Hüpfknete ausgelöst wird", sagte BfR-Präsident Professor Andreas Hensel. Zwar sei Bor in geringen Spuren lebensnotwendig, größere Mengen könnten jedoch zu gesundheitlichen Schäden führen.

Die täglich tolerierbare Aufnahmemenge könne selbst beim Spielen frei werden, beim Verschlucken einer handelsüblichen 17-Gramm-Packung werde der Grenzwert (0,1 Milligramm/Kilogramm Körpergewicht) sogar kurzfristig überschritten, so das BfR. Borsäure wirkt im Tierversuch frucht- und entwicklungsschädigend.

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