Ärzte Zeitung, 14.07.2009

Tonsillotomie: Was spricht dafür?

Tonsillektomie oder Tonsillotomie? Lange Zeit ging man davon aus, dass Tonsillen eine immunologische Funktion haben. Nach Angaben von Dr. Matthias Berger aus Karlsruhe weiß man heute, dass dies nur bis etwa zum zweiten Lebensjahr zutrifft. Der Hauptgrund, warum in jüngster Zeit wieder häufiger eine Tonsillotomie gemacht wird, ist die geringere Nachblutungsrate.

Für die Tonsillotomie spricht zudem, dass sie weniger Schmerzen bereitet und die Kinder weniger lange in der Klinik bleiben müssen. Gibt es keine Hinweise auf eine chronische Tonsillitis, ist die Tonsillotomie Intervention der Wahl. (kat)

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Verändern schon wenige Joints das Gehirn?

Bei Jugendlichen, die nur ein bis zwei Mal Cannabis geraucht haben, sind Hirnveränderungen entdeckt worden. Diese könnten eine Angststörung oder Sucht begünstigen. mehr »

Bessere TSVG-Regelungen in Sicht?

Die großen Brocken wie die Aufstockung der Mindestsprechstundenzahl will Gesundheitsminister Jens Spahn nicht anfassen. Eine Nummer kleiner können die Ärzte aber wohl mit Änderungen am TSVG rechnen. mehr »

Daran starb Karl der Große

Karl der Große führte Kriege quer über den Kontinent. Sein großes Reich erstreckte sich von der Elbe bis Spanien. Am Ende könnte eine Lungenentzündung den mächtigsten Mann des Mittelalters niedergestreckt haben, mehr »