Ärzte Zeitung, 10.04.2012

COPD-Patienten haben häufig Lungenhochdruck

NEU-ISENBURG (eb). Die Pulmonale Hypertonie (PH) ist bei COPD-Patienten häufig und lässt sich mit der Echokardiographie gut diagnostizieren. Wegen ihrer prognostischen Bedeutung sollten die Patienten häufiger echokardiographisch untersucht werden.

Die Lungenfunktionstests und die echokardiographischen Daten der ambulanten Patienten zweier großer Kliniken in Rhode Island wurden retrospektiv ausgewertet. 2643 Patienten hatten eine COPD (Lung 2011; 189: 377-382).

Unter 177 Patienten mit einer linksventrikulären Ejektionsfraktion von ≥ 55% befanden sich 105 mit einem messbaren Regurgitationsjet an der Trikuspidalklappe, welcher eine Bestimmung des systolischen Pulmonalisdrucks erlaubte.

Als PH waren Werte von ≥ 36 mm Hg definiert. Nach den genannten Kriterien wiesen 63 von 105 Patienten eine PH auf (Prävalenz 60%).

Der mittlere systolische Druck in der A. pulmonalis betrug 45 ± 6 mm Hg. Patienten mit PH waren im Durchschnitt älter (71,1 ± 11,5 vs. 63,7 ± 10) und hatten eine niedrigere FEV1 (51,8 ± 18,8 vs. 62,7 ± 20,5%) als solche ohne PH.

Hinsichtlich Geschlecht, BMI, Raucherstatus, Zigaretten-Packungsjahre, Totalkapazität oder Residualvolumen bestanden keine Unterschiede zwischen den beiden Patientengruppen.

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