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Ärzte Zeitung, 05.02.2018

TORCH-Studie

COPD-Exazerbationen mit Kombi seltener

Partikelgröße und Adhärenz in der Anwendung inhalativer Medikamente beeinflussen maßgeblich die Exazerbationsrate bei instabiler COPD. Vorteile bietet hier eine extrafeine Dreifach-Kombi.

BERLIN. Die TORCH-Studie (Towards a Revolution in COPD Health) hat bereits im Jahr 2008 die außerordentliche Bedeutung einer guten Adhärenz für die Vermeidung von Exazerbationen bei COPD unterstrichen.

Dieses Ergebnis griff Dr. Justus de Zeeuw von der pneumologischen Praxis Am Rolshover Hof in Köln und Mitglied des Kooperativen Kölner Herzzentrums beidseits des Rheins auf, um auf die Verbesserung der Adhärenz durch Reduktion der Zahl der verordneten Inhaler hinzuweisen.

Studien hätten belegt, dass allein der Wechsel von multiplen zu Kombinationsinhalern den Anteil von COPD-Patienten mit Exazerbation von 46 auf 37 Prozent pro Jahr senken könne, so de Zeeuw bei einer vom Unternehmen Chiesi unterstützten Veranstaltung aus Anlass des 3. Small Airways Summit in Berlin.

Schritt zu effizienterer Therapie

Die Exazerbationsrate sei dabei von 1,55 / Jahr auf 1,03 / Jahr reduziert worden. Vor diesem Hintergrund könne die Entwicklung von Trimbow® (Chiesi), einer fixen Dreifachkombination von Beclometason, Formoterol und Glycopyrronium, die Mitte Juli 2017 erstmals zugelassen wurde, einen wichtigen Schritt zu einer effizienteren Therapie darstellen.

 Die TRINITY-4 und die TRILOGY5-Phase-III-Studien zu Trimbow® hätten darüber hinaus jeweils mindestens die Gleichwertigkeit der fixen Triple-Therapie mit TiotropiumMonotherapie, ICS/LABA- und ICS/ LABA+Tiotropium-Therapie hinsichtlich der Reduktion von Exazerbationen nachgewiesen, so de Zeeuw.

Ebenso sei eine fixe Triple-Therapie in der Lage gewesen, die Rate mittelschwerer bis schwerer COPD-Exazerbationen unter Patienten mit instabiler COPD signifikant zu vermindern. Dabei sei eine COPD als instabil bewertet worden, wenn in den vorangehenden Monaten mindestens zwei Exazerbationen aufgetreten waren.

Einem zweiten wesentlichen Aspekt der inhalativen Therapien widmete sich Dr. Rainer Gebhardt von der internistisch-pneumologischen Praxisgemeinschaft Gebhardt/Petri in Berlin-Neukölln: der Wirkstoffverfügbarkeit in den peripheren Atemwegen.

Extrafeine Partikel

Extrafeine Partikel mit einem mittleren massebezogenen aerodynamischen Durchmesser (mmaD) ≤ 2 μm, wie sie unter anderem in Trimbow® (mmaD = etwa 1,1 μm) zur Anwendung kämen, seien die Voraussetzung, um bei schwerer Bronchialobstruktion überhaupt eine therapeutisch wirksame Lungendeposition zu gewährleisten, berichtete der Pneumologe.

Da kein Mindest-Atemfluss erreicht werden müsse, erleichterten extrafeine Partikel zudem die Inhalation und reduzierten die Deposition im Mund-Rachen-Bereich. (jgr)

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