Ärzte Zeitung, 25.01.2011

Schlafapnoe erhöht wahrscheinlich das Glaukomrisiko

ASCHERSLEBEN (ikr). Patienten mit obstruktiver Schlafapnoe haben nicht nur vermehrt kardiovaskuläre Erkrankungen, sondern auch mit hoher Wahrscheinlichkeit ein erhöhtes Glaukomrisiko.

Ophthalmologen haben 32 Patienten mit einem obstruktiven Schlafapnoe-Syndrom und 32 gesunde Kontrollpersonen untersucht.

Die Patienten mit obstruktivem Schlafapnoe-Syndrom (OSAS) hatten ein mittelschweres bis schweres OSAS (Apnoe-Hypopnoe-Index > 20) und waren noch unbehandelt (Der Ophthalmologe 2010; 11: 1032).

Hauptprüfkriterien waren die globalen Gesichtsfeldindizes MD (Mean deviation) und  CPSD (korrigierte Standardabweichung).

Die wesentlichen Ergebnisse der Studie: Die MD war bei OSAS-Patienten signifikant reduziert. Die CPSD zeigte keinen Unterschied.

Diffuse lokale Gesichtsfelddefekte in der mittleren Peripherie der 30º-Perimetrie traten bei OSAS-Patienten signifikant häufiger auf. Die gemessenen Augeninnendruckwerte waren jedoch alle normal.

Das OSAS führt mit hoher Wahrscheinlichkeit zum diffusen Verlust von Nervengewebe an Netzhaut und / oder Sehnerv, so die Ophthalmologen. Ein erhöhtes Risiko für die Entstehung eines Normaldruckglaukoms sei anzunehmen.

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