Ärzte Zeitung online, 22.06.2015

Südkorea

Zahl der Mers-Toten steigt weiter

Gut einen Monat nach Ausbruch der Mers-Welle in Südkorea hat sich die Zahl der Toten auf 27 erhöht. Allerdings befinden sich mittlerweile deutlich weniger Menschen in Quarantäne.

SEOUL. Gut einen Monat nach dem Mers-Ausbruch in Südkorea sind zwei weitere Menschen an der Atemwegserkrankung gestorben.

Außerdem meldete das Gesundheitsministerium am Montag drei Neuerkrankungen. Zwei Patienten im Alter von mehr als 80 Jahren seien der Viruserkrankung erlegen, hieß es.

Damit erhöhte sich die Zahl der Mers-Todesopfer in dem Land auf 27. Die bisher erfassten Krankheits- und Todesfälle stiegen auf 172.

3800 Menschen in Quarantäne

Mehr als 3800 Menschen, die sich angesteckt haben könnten, waren nach Angaben der Behörden am Montag noch in Quarantäne.

Damit ging diese Zahl um mehr als 200 zurück. Die Inkubationszeit wird auf mindestens fünf bis sechs Tage bis maximal zwei Wochen geschätzt.

In den vergangenen Tagen gab es Anzeichen für einen Rückgang der Zahl der bestätigten neuen Infizierungsfälle in Südkorea.

Allerdings hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) mehrfach gewarnt, dass sich der Ausbruch noch über einige Wochen hinziehen könne.

Nach dem ersten bestätigten Mers-Fall in Südkorea im Mai hatte sich das Virus rasch ausgebreitet.

Es ist der größte Mers-Ausbruch außerhalb der arabischen Halbinsel. Mers zählt wie viele Erkältungsviren und auch der Sars-Erreger zu den Coronaviren. (dpa)

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Warum bei Dicken das Hirn hungert

Das Gehirn von schlanken und fettleibigen Personen reagiert unterschiedlich auf Energiezufuhr, so eine Studie. Und: Es gibt dabei eine Parallele zwischen Übergewicht und Depression. mehr »

"Je härter der Knoten, desto höher die Krebs-Wahrscheinlichkeit"

Schilddrüsenknoten werden immer häufiger diagnostiziert. Warum das so ist, welche Untersuchungen zur Abklärung nötig sind und welche Methode immer bedeutender wird, erläutert der Endokrinologe Prof. Matthias Schott. mehr »

Wenn Leitlinien in die Irre führen

Zum Vorgehen bei Patienten mit Mikro- oder Makrohämaturie gibt es verschiedene Empfehlungen – das schafft Unsicherheit. Forscher haben festgestellt, dass Krebs oft unentdeckt bleibt, wenn Ärzte nationalen Leitlinien folgen. mehr »