Ärzte Zeitung, 04.04.2011

Demenz: Lipidfragment lässt Neuronen sterben

BONN (eb). Das körpereigene Lipidmolekül Sphingosin-1-Phosphat hat fatale Auswirkungen, wenn es sich in Nervenzellen anhäuft. Wie Forscher der Uni Bonn berichten, löst die Substanz ein Selbstmordprogramm aus, und die Zellen sterben ab (Cell Death and Differentiation, online 18. Februar).

Das Fragment entsteht beim Abbau von Zellmembranen, wird aber normalerweise sofort weiter zerlegt. Kommt es zu einer Entgleisung im Stoffwechsel und häufen sich dadurch größere Mengen des Lipidfragments in Nervenzellen an, sterben die Zellen ab. Die Erkenntnisse könnten die Alzheimer-Forschung voranbringen.

Topics
Schlagworte
Demenz (1879)
Neurologie/Psychiatrie (9608)
Organisationen
Uni Bonn (504)
Krankheiten
Demenz (3031)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Parodontitis als Risikofaktor für Krebs?

Ist eine Zahnbettentzündung ein Risikofaktor für bestimmte Krebsarten? Innerhalb einer großen Gruppe Frauen in der Menopause haben Forscher deutliche Zusammenhänge gefunden. mehr »

Zwischen Trauer und Krankenversorgung

19:10Spanien steht unter Terror-Schock: Nach den Attacken in Barcelona und im Badeort Cambrils wurden die Verletzten in 15 Krankenhäusern in Barcelona und Tarragona behandelt. Die „Ärzte Zeitung“ berichtet fortlaufend über die Situation vor Ort. mehr »

3-D-Druck ersetzt Gips-Zahnabdrücke

Die 3-D-Technologie hat längst Einzug in die Medizin gehalten. In München gibt es eine volldigitale Kieferorthopädie-Praxis. Vom Scan bis zum 3-D-Druck des Zahnmodells läuft alles digital. mehr »