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Acarbose senkt Infarktrisiko bei Typ-2-Diabetes

NEW ORLEANS (hbr). Acarbose hat nicht nur in der STOP-NIDDM-Studie bei gestörter Glukosetoleranz das kardiovaskuläre Risiko reduziert. Das Präparat bringt hierbei auch Patienten mit manifestem Typ-2-Diabetes Vorteile.

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Das belegen die Ergebnisse von MeRIA (Metaanalysis of Risk Improvement under Acarbose), einer Meta-Analyse von sieben Langzeitstudien zur Therapie mit dem Alpha-Glukosidase-Hemmer Acarbose (Glucobay®) bei 2180 Typ-2-Diabetikern.

Danach sank für die Patienten während der jeweils ein bis drei Jahre dauernden Therapie im Vergleich zu Placebo das Risiko für alle kardiovaskulären Ereignisse um zwei Fünftel und das Risiko für Herzinfarkte sogar um zwei Drittel. Das hat Dr. Dieter Petzinna von Bayer Vital bei einem Diabeteskongreß in New Orleans berichtet.

Ergebnisse aus der Acarbose-Studie STOP-NIDDM (Study to prevent Non-Insulin dependent Diabetes mellitus) seien also auf Typ-2-Diabetiker übertragbar, so Petzinna. An dieser Studie hatten Patienten mit eingeschränkter Glukosetoleranz teilgenommen.

Die Patienten in der MeRIA-Analyse dagegen hatten im Mittel bereits seit sechs bis sieben Jahren Typ-2-Diabetes. 54 Prozent der mit Acarbose und 44 Prozent der mit Placebo behandelten Teilnehmer wurden daher zusätzlich mit Ernährungs- und Bewegungstherapie behandelt. Ein Drittel bekam Sulfonylharnstoffe, vier bis fünf Prozent erhielten Metformin. Vorerkrankungen wie Hypertonie oder Herzinfarkt gab es in beiden Gruppen etwa gleich oft.

In beiden Untersuchungen habe Acarbose das kardiovaskuläre Risiko signifikant gesenkt, besonders das Herzinfarkt-Risiko. Die Arznei verlangsamt die Glukoseresorption im Dünndarm, somit steigt der Blutzuckerspiegel nach dem Essen nicht so stark an. Die postprandialen Glukosepeaks gelten als unabhängige kardiovaskuläre Risikofaktoren.

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